Herzogenaurach
Fußballfieber

"Mandzo" macht Fans glücklich

Mehrere Lokale in Herzogenaurach waren am Samstag fest in der Hand der Fußballfans. Im Herzogspark gab's Originaltrikots zu gewinnen, das "Alte Backhaus" war traditionell rot-weiß und die Kroaten feierten Stürmer Mandžukic.
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Stephan Lackner, Sandra Clement, Verena Lochner, Patrick Müller und Manuel Frey (v.l.) vor dem Spiel im HerzogsPark  Fotos: Richard Sänger
Stephan Lackner, Sandra Clement, Verena Lochner, Patrick Müller und Manuel Frey (v.l.) vor dem Spiel im HerzogsPark Fotos: Richard Sänger
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Das Duell in Wembley spaltete nicht nur die Fans vor Ort, sondern auch alle zu Hause gebliebenen vor den Fernsehern. Neben den BVB- und Bayern-Fans waren es aber uach zahlreiche Club-Fans, die sich versammelten und zumeist dem schwarz-gelben Team die Daumen drückten.

Stillstehende Taxis, leere Straßen, nur ab und zu mal ein Auto - all das deutete auf einen besonderen Abend hin und ließ Erinnerungen an die Europa- und Weltmeisterschaft aufkommen.

"Ich bin Clubberer , aber heute für den BVB", erklärte Manuel Frey in der Bar des HerzogsParks und unterschied sich da von seinem Freund Stephan Lackner, der ebenfalls ein Club-Anhänger ist, aber dem FC Bayern die Daumen drückte. Die ersten zwanzig Minuten des Spiels schienen Manuel recht zu geben, er tippte ein 2:1 für Borussia Dortmund und war sich mit Verena Lochner einig, dass es der BVB packen wird.

Sowohl Manuel, Stephan, als auch Patrick Müller, Verena Lochner und Sandra Clement verfolgten das Champions-League-Spiel in der vollbesetzten St. James Bar im Hotel des HerzogsParks. Bar-Chef Igor Pusnik hatte mit seinem Team alle Hände voll zu tun, zauberte ununterbrochen Drinks in den Vereinsfarben der Final-Gegner und auch solche, die nach Sommer aussahen.

Schon die Bartische in der Lounge wiesen auf den Abend hin, Glasuntersetzer der beiden Mannschaften, Schokoladen-Fußbälle des BVB, "Echte-Liebe"-Herzen des BVB, Silbertaler des FC Bayern und Luftschlangen in den Vereinsfarben dekorierten die Tische. Der Barkeeper hatte sich auch etwas Besonderes einfallen lassen: Die Gäste tippten zu Beginn des Spieles das Ergebnis und hatten die Chance, das Original-Trikot des Champions-League-Siegers zu gewinnen. Den richtigen Tipp hatte Oliver Hofmockel.

Bayernfans in der Überzahl

Im "Alten Backhaus" waren eindeutig die Bayern-Fans in der Überzahl und mussten in der ersten Halbzeit manch bange Minuten überstehen. Der Sieger des Abends stand schon nach wenigen Minuten fest, nämlich Manuel Neuer, Torhüter des FC Bayern. Durch die Reihen vor den Leinwänden ging nach den Paraden von Neuer jedes Mal ein befreites Aufschnaufen und es hielt sogar die Raucher auf ihren Plätzen.

Auch das Restaurant Kreis´l setzte auf die Fußball-Fans. Während im Außenbereich nur die ganz Harten das Spiel verfolgten, scharten sich die Fans im Inneren um zwei Leinwände. Darunter auch die Schaeffler Jugendvertreterin Hanna Köhler mit dem FC Bayern-Fan-Schal. "Ich steh kurz vor dem Herzinfarkt", meinte sie, als Arjen Robben wieder am BVB-Torwart Roman Weidenfeller scheiterte. Dem Robben müssten eigentlich die Ohren geklungen haben, wenn er die Rufe gehört hätte. "Robben geh nach Holland - mei is der langsam - der Robben verspielt den Pokal", waren noch die schmeichelhaftesten Zwischenrufe der Kreis´l Gäste.

In Slavonski Brod geboren

Ganz auf den FC Bayern setzte die Mehrheit der Gäste beim Club der Jugoslawen an der Langenzenner Straße. Das hatte auch einen Grund und der hieß: "Mario Mandžukić", der in Slavonski Brod geborene Spieler, den alle Mandzo rufen, spielt seit letztem Jahr bei den Bayern und an der Langenzenner Straße wurden ihm die Daumen gedrückt. Von den Kroaten, weil er einer von ihnen und sowohl kroatischer Meister als auch kroatischer Pokalsieger ist.

Die übrigen Gäste hatten aber auch einen Grund, dem "Mandzo" die Daumen ganz fest zu drücken. Der Clubvorstand hatte nämlich versprochen, wenn der Mandzo ein Tor macht, gibt es eine Freirunde und wenn der FC Bayern gewinnt, Freibier für alle. Und er machte es wirklich, nach einer Stunde schoss Mittelstürmer Mandžukić das 1:0 und das Viertel um das Clubheim bebte. Es folgte nach dem Ausgleich von Ilkay Gündogan zwar nochmal Ernüchterung, aber es waren sich alle einig, der Pokal geht nach München.

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