Musical

Luther plaudert in Höchstadt aus dem Nähkästchen

Die Theatergruppe des Höchstadter Heimatvereins bringt ein Stück über das Leben des Reformators auf die Bühne.
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In dem Stück teilt Martin Luther beim Abendessen seine Gedanken mit seiner Familie.Sabrina Ruhmann
In dem Stück teilt Martin Luther beim Abendessen seine Gedanken mit seiner Familie.Sabrina Ruhmann
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500 Jahre Reformation - zu diesem Thema hat sich die Theatergruppe "A so a Deader" des Höchstadter Heimatvereins etwas ganz Besonderes einfallen lassen. "Luther, das Musical" ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Christuskirche Höchstadt und bringt Luthers Leben und Wirken auf unterhaltsame Weise nicht nur den Großen, sondern auch den Kleinen näher. Seit Anfang Oktober proben die 16 Schauspieler, Chöre und Musikanten fleißig jeden Abend für den großen Auftritt am 18. und 19. November in der evangelischen Christuskirche. Der Eintritt zu dem knapp zweistündigen Schmaus ist frei, der Verein freut sich jedoch über Spenden.
Die Idee zu dem Musical entstand in einem Gespräch mit Zweitem Bürgermeister Günter Schulz (SPD), der selbst als Kurfürst Friedrich III. auf der Bühne steht. Durch den Kostümverleih seiner Frau ist er auf das Thema "Martin Luther" aufmerksam geworden. Apropos Kostüme - die sorgen nicht nur beim Publikum, sondern auch bei den Schauspielern für das richtige Feeling, so dass es noch leichter fällt, sich ins 16. Jahrhundert hineinzuversetzen.
Der besondere Clou am Musical ist, dass Luther (Hansi Homburg) selbst aus dem Nähkästchen plaudert, und zwar beim Abendessen mit der Familie. Seine Zuhörer sind seine Kinder, die immer wieder nachfragen und kommentieren, ebenso wie Luthers Ehefrau und das Hausmädchen, so dass es am Tisch äußerst lebhaft zugeht. Auf einem anderen Teil der Bühne werden die verschiedenen Episoden aus dem Leben des jungen Luthers (Tina Meier) wie Rückblenden nachgespielt, vom Gang ins Kloster bis zur Bibelübersetzung. Durch die Abwechslung zwischen Vergangenheit und Gegenwart kommt keine Langeweile auf.
Zum Musical wird das Stück nicht nur durch von Luther selbst geschriebene Lieder, die immer wieder einfließen, sondern auch durch die musikalische Untermalung der insgesamt zehn Szenen durch den Kinderchor "MC-Spatzen" und den Kirchen- und Posaunenchor der Christuskirche sowie durch Alfons Renker auf der Gitarre und Gabriel Konjaev auf der Orgel. Das Theaterstück selbst hat der Verein gekauft, hat es jedoch so umgeschrieben, dass es sich auch für Kinder bestens eignet. Familiengerecht ist auch die Uhrzeit der Aufführung, die am 18. und 19. November jeweils um 17 Uhr stattfindet.


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