Lonnerstadt
Erinnerungen

Lonnerstadter Theaterspieler feiern Jubiläum

Beim TSV Lonnerstadt wird seit 1949 Theater gespielt. Hilde Haberkamm war damals mit dabei.
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Hilde Haberkamm, Gunda Friedrich, Käte Zwingel und Martha Rost (v. l.) sind Darstellerinnen aus der Anfangszeit.    Foto: privat
Hilde Haberkamm, Gunda Friedrich, Käte Zwingel und Martha Rost (v. l.) sind Darstellerinnen aus der Anfangszeit. Foto: privat
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Seit 70 Jahren wird in Lonnerstadt Theater gespielt, seit mittlerweile 33 Jahren lädt der TSV schon zu seiner "Original Loschedder Faschingsgaudi" ein. Über 200 Akteure standen dafür auf der Bühne und boten dabei immer beste Unterhaltung.

Grund genug, dieses doppelte Jubiläum im Sportverein zu würdigen und zu feiern, schreibt der Dritte Vorsitzende Markus Ruhmann in einem Pressebericht. 55 Laiendarsteller folgten unlängst der Einladung zu einem gemütlichen Abend ins Sportheim am Sonnenhügel, sprachen über vergangene Auftritte und schwelgten in Erinnerungen an die guten alten Zeiten.

Am 22. Januar 1949 wurde in Lonnerstadt zum ersten Mal Theater gespielt, sowohl Titel als auch Darsteller sind aber nicht mehr bekannt. Der Auftritt muss aber ein Erfolg gewesen sein, meint Ruhmann, denn man veranstaltete in diesem Jahr zwei weitere Aufführungen. Im März folgten mehrere Einakter, bevor am 10. und 11. Dezember der erste Dreiakter "Der keusche Lebemann" aufgeführt wurde. Eine der Darstellerinnen war Hilde Haberkamm, geborene Hausmann, die bei der Jubiläumsfeier zu Gast war und noch etliche Textpassagen von damals zum Besten geben konnte. 1966 wanderte der Termin für Aufführungen auf den ersten Weihnachtsfeiertag und war über viele Jahre fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des TSV.

Die Regie war von Beginn an Chef-Sache. Der Vorsitzende Karl Sittmann führte die Theatergruppe in den Anfangsjahren. Auch in der Folgezeit oblag die Verantwortung für das Theaterspielen dem Vorstand. Auf Karl Sittmann folgten die Vorsitzenden Karl Schlenzig, Gerhard Riedel, Julius Posch und Günter Reif. Dieser Umstand hielt bis weit in die 80er Jahre. Erst mit Karl-Heinz Kaiser übernahm 1987 ein Darsteller die künstlerische Leitung.

Erfolggeschichte Faschingsgaudi

Auch bei der Faschingsgaudi hatte Hilde Haberkamm ihre Finger mit im Spiel. Die Ur-Idee einer solchen Veranstaltung und die ersten Planungen erfolgten im heimischen Wohnzimmer. Sohn Rainer Haberkamm, damals Vergnügungswart, erzählte vom ersten Auftritt in der Gaststube. Die Premiere 1987 war ein so großer Erfolg, dass man im Folgejahr bereits in den Saal umziehen musste. Bis heute hallt der Schlachtruf der Faschingsgaudi jedes Jahr an Fasching durch den Sonnensaal. Die Planungen für 2020 starten in den nächsten Tagen.

Natürlich wird auch heuer wieder Theater gespielt. Die Proben für das Stück "Der K(r)ampf um das liebe Geld" im November laufen bereits auf Hochtouren. Der Vorverkauf startet am 12. Oktober um 14 Uhr im Gasthaus "Zur Sonne". Und ebenfalls in Planung ist im Mai 2020 ein Open-Air Theatertag am Sonnenhügel.

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