Lonnerstadt
Feier

Lonnerstadter Kellerfest lockt die Massen an

In den Gassen von Lonnerstadt war schon am frühen Abend kaum noch ein Platz zu bekommen.
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Die Kapelle "Drei-Franken-Eck" war aus erhobener Position für alle gut zu hören.   Foto: Evi Seeger
Die Kapelle "Drei-Franken-Eck" war aus erhobener Position für alle gut zu hören. Foto: Evi Seeger
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Das "Kellerfeuer", von Frank Hasslauer in der urigen Kellerbar tief unter der Erde serviert, war der Hammer! Angezündet entwickelte das hochprozentige Getränk eine magische Flamme, durch die das alte Gewölbe noch mysteriöser erschien als es ohnehin ist. Seine enorme Wirkung zeigte sich allerdings erst, wenn sich der Genießer wieder "über der Erde" befand.

Solchermaßen angeheizt, fragt sich der Besucher: Ist es der Charme der alten Keller, die Geselligkeit, oder vielleicht doch das gute Essen, das diese Veranstaltung zu einem Besuchermagneten macht? Vermutlich, weil all das zusammenkommt, ist das "Loschedder Kellerfest" alljährlich eines der schönsten Feste im Aischgrund. Aus der ganzen Umgebung - ganz besonders aus Höchstadt - strömten die Besucher am Samstag nach Lonnerstadt.

Schon am frühen Abend waren nahezu alle Plätze besetzt. In guter Gesellschaft ließ es sich unter den Bäumen der historischen Kelleranlage gemütlich sitzen und den lauschigen Sommerabend genießen. Das stellte - neben unzähligen Besuchern - auch die Politprominenz der Region fest. An einem Tisch vereint, genossen die Landtagsabgeordneten Walter Nussel (CSU) und Alexandra Hiersemann (SPD) den Abend. Am Tisch von Lonnerstadts Bürgermeister Stefan Himpel und einigen Gemeinderäten hatten sich zudem Landrat Alexander Tritthart (CSU) und die Landratskandidatin der Freien Wähler, Regina Dukart, eingefunden.

Mehr Ruhe in der Weinlaube

Über all dem Treiben "thronte" hoch oben im Pavillon die Blaskapelle Drei-Franken-Eck. Genau richtig, um nicht durch Lautstärke zu dominieren und dennoch alle Ebenen des Festes musikalisch zu erreichen. Wer es ruhiger haben wollte, besuchte die Weinlaube, eine Gasse mit historischen, in den vergangenen Jahren restaurierten Kellern.

An Essen war für jeden Geschmack etwas geboten: Kellerspieß und Brotzeiten, Bohnakern mit geräuchertem Bauch und Klees, wie die fränkischen Klöß in Lonnerstadt genannt werden. Wem das nicht zusagte, der konnte Gegrilltem oder Flammkuchen wählen. Einem schien das alles völlig gleichgültig zu sein: Finn, mit Sicherheit einer der jüngsten Kellerfestbesucher nuckelte - ungeachtet des Treibens ringsum - genüsslich an seiner Milchflasche.

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