Lonnerstadt
Haushalt

Lonnerstadt packt drei Großprojekte an

Die Gemeinde Lonnerstadt will heuer drei kostspielige Projekte ohne Neuverschuldung stemmen.
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Der Lonnerstadter Kindergarten soll für 2,5 Millionen Euro erweitert und saniert werden.     Foto: Christian Bauriedel/Archiv
Der Lonnerstadter Kindergarten soll für 2,5 Millionen Euro erweitert und saniert werden. Foto: Christian Bauriedel/Archiv

Drei große Investitionsmaßnahmen prägen den diesjährigen Haushalt der Gemeinde Lonnerstadt, der am Montag vorberaten wurde. Große Diskussionen über den Haushaltsentwurf des Kämmerers Tobias Weiß gab es in der Gemeinderatssitzung nicht. Wie Weiß erläuterte, handelt es sich bei den Investitionen meist um die Fortschreibung beschlossener Projekte, die zum Teil auch bereits angestoßen sind.

Als größter Brocken schlägt sich im Vermögenshaushalt die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens nieder. Insgesamt 2,5 Millionen Euro müssen dafür aufgebracht werden. Verteilt werden die Kosten auf zwei Jahre: 1,5 Millionen Euro stehen in diesem Jahr zur Verfügung, eine Million Euro soll im Haushalt 2020 angesetzt werden. Im Gegenzug rechnet die Marktgemeinde für diese Maßnahme mit Zuschüssen. 740 000 Euro werden im vorliegenden Haushalt erwartet, mit 672 000 Euro rechnet der Kämmerer im nächsten Jahr.

Zweite, seit langem diskutierte Investitionsmaßnahme ist das Gewerbegebiet "Edelgraben II", das in diesem Jahr mit 605 000 Euro zu Buche steht. In dieser Summe ist sowohl der Grunderwerb als auch die Erschließung enthalten. Allerdings scheint fraglich, ob das in diesem Jahr noch über die Bühne geht. Noch ist das Bebauungsplanverfahren für das Gewerbegebiet nicht abgeschlossen.

Das Kleebauernhaus und die noch anstehenden Sanierungsarbeiten schlagen sich im vorliegenden Haushalt mit 300 000 Euro nieder. Allerdings stehen, so der Kämmerer, noch Zuschüsse für das denkmalgeschützte Gebäude in Höhe von knapp 170 000 Euro aus. In gleicher Sitzung wurden die Fußbodenarbeiten zum Preis von rund 38 000 Euro an die Firma Rainer Haberkamm aus Lonnerstadt vergeben.

Ein Neubau in Mailach

Neben den drei großen werden mit dem Haushalt 2019 viele kleinere Maßnahmen finanziert. So sind für die Sanierung der Brückenbauwerke 50 000 Euro, für den Neubau auf dem alten Schulgelände in Mailach 25 000 Euro angesetzt. Weitere 30 000 Euro sollen dafür im nächsten Jahr ausgewiesen werden. Auch für die Förderung von privaten Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung hat die Marktgemeinde 50 000 Euro zur Verfügung.

Im Verwaltungshaushalt hat der Kämmerer die Gewerbesteuer mit 290 000 Euro gleichhoch wie im Vorjahr angesetzt. Als größte Einnahmequelle sprudelt mit gut 1,3 Millionen Euro die Einkommensteuer. Die Schlüsselzuweisung mit knapp 380 000 Euro wird 2019 von der Kreisumlage in Höhe von 919 000 Euro mehr als "aufgefressen". Für die Sanierung von Ortsstraßen hat Lonnerstadt 150 000 Euro vorgesehen.

Der Haushalt 2019 komme ohne Kreditaufnahme aus, so der Kämmerer. Auch für den Finanzplanungszeitraum der nächsten vier Jahre sieht es seiner Meinung nach gut aus, so dass mit einer Neuverschuldung nicht zu rechnen sei. Die Schulden der Gemeinde lagen zum Jahresende 2018 bei 1,2 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 606 Euro entspricht. Damit entspricht Lonnerstadt ziemlich genau dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden.

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