Höchstadt a. d. Aisch
Bescheid

Löcher stopfen hat bald ein Ende

Für die Erneuerung der Höchstadter Steinwegstraße samt Grüngürtel können jetzt die Planungsaufträge vergeben werden.
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Willi (links) und Michael vom Höchstadter Bauhof füllen die Löcher der herausgearbeiteten Steine mit Kaltasphalt.   Foto: Andreas Dorsch
Willi (links) und Michael vom Höchstadter Bauhof füllen die Löcher der herausgearbeiteten Steine mit Kaltasphalt. Foto: Andreas Dorsch
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Schon der Name steht für sich: Steinwegstraße. Die holprige Schlaglochpiste im Zentrum Höchstadts, aus der sich immer mehr der einst in Berlin ausrangierten Großpflastersteine regelrecht herausarbeiten, ärgert jeden, der sie benutzen muss. Im nächsten Jahr soll sie jetzt endlich erneuert werden.

Auch am Mittwoch wieder blieb Mitarbeitern des städtischen Bauhofs nichts anderes übrig, als die größten Löcher einmal mehr mit Kaltasphalt zu stopfen.

Wie Bürgermeister Gerald Brehm (JL) auf Anfrage mitteilt, waren dieser Tage Vertreter der Städtebauförderung der Regierung von Mittelfranken in Höchstadt, um die Neugestaltung der Steinwegstraße samt dem Grüngürtel auf dem daneben liegenden ehemaligen Stadtgraben freizugeben.

Abriss-Auftrag vergeben

In einem ersten Schritt soll möglichst noch vor dem Weihnachtsmarkt das wenig ansehnliche Haus am Stadtturm abgerissen werden. Der Abriss-Auftrag ist bereits vergeben. Die frei werdende Fläche an der Stadtmauer soll dann zusammen mit dem gesamten Grüngürtel bis zum Parkplatz Am Graben neu gestaltet werden. "Die Planung wird jetzt ausgeschrieben", sagt Brehm. Abriss und Parkgestaltung laufen dabei als ein Projekt.

Die Erneuerung der Straße selbst und des Parkplatzes darf als zweites Projekt jetzt ebenfalls ausgeschrieben werden. Die Regierung hat grünes Licht gegeben. Bürgermeister Brehm könnte sich vorstellen, dass die Steinwegstraße dann im Stil der einmündenden Kleinen Bauerngasse oder des ersten Steinwegstraßen-Abschnitts am Vogelseck gestaltet wird. Die Vorgehensweise bei der Planung und Gestaltung könnte wie die in der Hauptstraße ablaufen.

Im Zuge der Bauarbeiten plant man seitens der Stadt, auch gleich Kanal und Wasserleitung unter dem Steinwegstraßenpflaster zu erneuern. Die Anwohner werden übrigens für die jetzt anstehenden Baumaßnahmen nicht mehr zur Kasse gebeten.

Als die Steinwegstraße vor rund 30 Jahren mit dem holprigen Pflaster belegt wurde, war den Anliegern versichert worden, sich an der altstadtgerechten Pflasterung nicht beteiligen zu müssen. Viele Jahre später rügten überörtliche Rechnungsprüfer die Stadt dafür, damals keine Beiträge erhoben zu haben und zwangen sie jetzt per Gerichtsbeschluss, das nachzuholen.

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