Herzogenaurach
Unfall

Lkw überholt Radler auf der Nordumgehung: Kettenreaktion mit Folgen

Bei einem Zusammenstoß auf der Nordumgehung wurden drei Frauen verletzt. Die Polizei fahndet nach einem Lkw und einem Radler.
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Drei Autos verkeilten sich ineinander, alle drei Fahrerinnen wurden verletzt.  Fotos: Bernhard Panzer
Drei Autos verkeilten sich ineinander, alle drei Fahrerinnen wurden verletzt. Fotos: Bernhard Panzer
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Nahezu zeitgleich ereigneten sich am Montagvormittag gegen halb neun Uhr zwei Auffahrunfälle auf der Nordumgehung. Beide geschahen auf der Strecke zwischen den beiden Kreuzungen Bamberger Straße und Flughafenstraße. Dieser Bereich wurde zwei Stunden komplett gesperrt und von der Feuerwehr abgeriegelt.

Während der eine Zusammenstoß glimpflich abging, blieb der andere, der sich etwas zuvor zugetragen hatte, nicht ohne Folgen. Drei Frauen wurden verletzt, eine davon schwer. Vier Autos wurden beschädigt, drei davon sind als Totalschaden zu bezeichnen. Die Summe bezifferte die Polizei in einer ersten Schätzung vor Ort auf mindestens 40 000 Euro.

Als ursächlich für den folgenschweren Auffahrunfall werden zwei Beteiligte genannt, die in den Zusammenstoß selbst nicht verwickelt wurden und sich aus dem Staub gemacht haben. Es handelt sich um einen Radfahrer und den Fahrer eines Sattelzugs. Nach beiden fahndet die Polizei wegen Unfallflucht und bittet um Zeugenhinweise. Laut Aussage einer Zeugin soll es sich bei dem Sattelzug um eine gelbe Zugmaschine gehandelt haben.


Fahrer als Zeugen gefragt

Zum Unfall kam es, als der Lkw-Fahrer den Radler überholen wollte. Beide fuhren in Richtung Puma. Der Radfahrer durfte überdies dort gar nicht fahren und missachtete entsprechende Verbotsschilder, wie die Polizei feststellte. Der Sattelzug geriet beim Überholversuch auf die Gegenfahrbahn, wo fünf Fahrzeuge abbremsen mussten.

Die ersten beiden Fahrzeuge kamen unbeschadet vorbei. Die Fahrer setzten ihre Fahrt fort. Sie bittet die Polizei, sich zu melden. Möglicherweise können sie Aussagen zu dem Lkw und dem Radfahrer machen. Bei dem zweiten Fahrzeug soll es sich um einen Ford Cougar handeln. Auch der Fahrer des dritten Fahrzeuges, ein Saab, bremste rechtzeitig. Nicht aber das vierte Auto, ein Ford K mit Nürnberger Kennzeichen. Der wurde gesteuert von einer 27-jährigen Frau, die auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz in Herzogenaurach war.

Die junge Frau fuhr auf den Saab auf, der am Heck beschädigt wurde und dessen unverletzt gebliebener Fahrer seine Fahrt nach der Unfallaufnahme fortsetzen konnte. Auf den schwarzen Kleinwagen der jungen Nürnbergerin krachte dann ein VW Golf mit Wunsiedeler Kennzeichen. Der wurde gesteuert von einer 33-jährigen Frau, ebenfalls aus Nürnberg. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Ford quer gestellt und auf den entgegen kommenden Audi einer 40-jährigen Frau aus Großenseebach geschoben. Alle drei Fahrerinnen saßen einzeln in ihren Fahrzeugen und wurden mit Verletzungen, unter anderem HWS-Trauma, in die Klinik eingeliefert.


Zweiter Unfall, drei Autos

Ermittelt wird gegen die beiden auffahrenden Fahrerinnen, weil sie laut Polizei den Sicherheitsabstand nicht eingehalten haben. Die Golffahrerin muss sich überdies wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten, denn erst durch ihr Auffahren hätten sich die Verletzungen der drei Beteiligten ergeben, berichtet die Polizei.

An dem zweiten Unfall wenig später und ein paar hundert Meter weiter Richtung Bamberger Straße waren drei Autos beteiligt. Zwei Fahrzeuge fuhren auf den jeweiligen Vordermann auf, verletzt wurde niemand. Der Schaden hielt sich in Grenzen.
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