Herzogenaurach

Laut, fröhlich und etwas verrückt: die Musik des Mittelalters

Beim Mittelalterfest sorgten zwei Bands für klasse Stimmung und flotte Unterhaltung: "The Sandsacks" und "Sagax furor"
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"The Sandsacks" aus Berlin rissen das Publikum am Samstagabend mit.
"The Sandsacks" aus Berlin rissen das Publikum am Samstagabend mit.
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Aus der Hauptstadt Berlin kam mit "The Sandsacks" ein nicht mehr ganz neuer Folkrock nach Herzogenaurach. Diese Band wechselte sich auf der Bühne am Marktplatz mit "Sagax Furor", einer Band aus Magdeburg ab. Während die Sandsäcke irisch beeinflusste Musik spielte, bediente sich der "scharfsinnige Wahnsinn", wie man "Sagax Furor" übersetzen könnte, der klassischen mittelalterlichen Instrumente.

"The Sandsacks" existiert bereits über zehn Jahre. Aus einem der ersten Auftritte - beim großen Hochwasser 2002 - resultiert auch der Bandname. Er bezieht sich auf Hunderte von Sandsäcken, die überall in Mitteldeutschland gestapelt wurden. Die Musik der Band lässt sich in kurzen Worten beschreiben: "Schneller und mitreißender Folk mit hohem Spaßfaktor" wird sie angekündigt. Und das Publikum auf dem am Samstagabend voll besetzten Marktplatz gab dem Vorschusslob durchaus recht. Vor der Bühne wurde ausgelassen getanzt und auch die Kinder hatten ihre Freude. Auch tagsüber zogen die Spielleute das Publikum mit viel Witz und Charme in ihren Bann.


Mit Dudelsack und Djembe

Getreu ihrem Motto "Immer Sagax, immer Furor" - also immer schlau und scharfsinnig, aber auch reichlich verrückt - verzauberte die Mittelalter-Band "Sagax Furor das Publikum in Herzogenaurach und entführte ins tiefe Mittelalter. Zur Truppe gehören sechs Magdeburger Spielleute: Eric Berger, Steffen Töpperwien und Andreas Bauer mit Dudelsäcken, Pierre Röhl mit der Trommel, Florian Aderhold spielt Cister und singt, und Björn Dietsch spielt Djembe. Bereits seit fünf Jahren ziehen die Musiker mit ihrer höfisch-ritterlichen Musik über Lande. Auch hier stehen der Spaß und die gute Laune im Vordergrund. Und wie sagte Steffen Töpperwien am Samstagabend, als die Band die abschließende Feuershow einleitete: "Wir sind alle etwas verrückt, aber daran wird man sich gewöhnen."

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