Höchstadt a. d. Aisch
Weinfest

Lauschige Plätze in der Höchstadter Altstadt

Vier Vereine hatten zum Weinfest nach Höchstadt eingeladen. Zahlreiche Weinfreunde nahmen das Angebot an.
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Beim Fischereiverein im Schlosshof versammelte sich alles ums Feuer.  Fotos: Evi Seeger
Beim Fischereiverein im Schlosshof versammelte sich alles ums Feuer. Fotos: Evi Seeger
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"Es wird a Wein sein und wir werd'n nimmer sein." Der Häfners Hans und der Römers Schorsch spielten das bekannte Wiener Weinlied beim Weinfest im "Hirschen". Unzählige Trinklieder gibt es auf den Wein. Auf den italienischen, den griechischen, auf den Rheinwein und den von der Mosel. Weshalb gibt es eigentlich kaum ein Lied, das die köstlichen Tropfen aus Franken preist?

Dabei wird der Iphöfer, Zeiler, Volkacher oder Würzburger nicht nur in Franken hoch geschätzt. Schon Geheimrat Goethe lobte den guten Schoppen vom Würzburger Stein. Die Höchstadter jedenfalls lassen sich die edlen Franken-Gewächse gerne schmecken, wie beim Weinfest der Vereine zu beobachten war.

Der Skiclub, der Heimatverein, die Pfadfinder und der Fischereiverein hatten eingeladen. Alle vier Vereine hatten schon am frühen Abend "ein volles Haus". Wobei es bei den milden spätsommerlichen Temperaturen die meisten gar nicht ins Haus, sondern ins Freie zog.

Bei Kerzenschein am Feuer

In feucht-fröhlicher Runde wurde bei Kerzenschein und offenem Feuer getrunken, gelacht, gefeiert und geflirtet. Die Stimmung war überall bestens. Der volle Mond tauchte alles in ein mildes Licht, so dass es Spaß machte, durch die Altstadt zu bummeln und an den Weinstationen einzukehren. Dort je einen Schoppen zu trinken, wäre vielleicht etwas zuviel des Guten gewesen. Aber es machte Spaß, fröhliche Leute zu treffen und die Atmosphäre zu genießen.

Das bodenständig rustikale Ambiente im Minahaus zum Beispiel. Dahin hatten die Pfadfinder eingeladen. Oder gemütlich bei Musik im Hirschen zu sitzen, wo der Heimatverein seine Zelte aufgeschlagen hatte. Im Schlosshof konnte man beim Fischereiverein den Wein romantisch am Lagerfeuer genießen. Vorsitzender Klaus Müller machte immer wieder die Runde mit einem fränkischen Bembel. Drinnen war der junge Most, auch Bremser oder Federweißer genannt.

Frischer Zwiebelkuchen

Der Skiclub feierte im Torbogen und in der Türmerstube des Stadtturms. Das historische Gemäuer hatten die Organisatoren mit Lichterketten stimmungsvoll in Szene gesetzt. Das Zelt des Skiclubs stand in diesem Jahr vor den Mauern. Es hätte sonst den Eingang des neu eröffneten "Zwetschger" verstellt. Silvaner, Müller-Thurgau, Bacchus oder Riesling - der Wein war so verschieden wie die Geschmäcker. Mit einem Glas Domina, einem fränkischen Dornfelder oder einem Acolon kamen auch Rotwein-Freunde auf ihre Kosten. Dazu gab es Pizza, Flammkuchen, Käse, Schmalzbrote und - der Renner beim Heimatverein - warmen Zwiebelkuchen frisch aus dem Ofen. Deftiges halt, wie man es zum Wein mag.

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