Herzogenaurach
Kommunalpolitik

Landratswahl: SPD nominiert Martina Stamm-Fibich

Martina Stamm-Fibich ist die Landrats-Kandidatin der SPD. Die 54-Jährige ist seit 2013 Bundestagsabgeordnete und lebt seit 37 Jahren im Landkreis.
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Kreisvorsitzender Fritz Müller freut sich über Frauen-Power. Renate Schroff (links) und Mechthild Weishaar-Glab gratulieren Martina Stamm-Fibich (Zweite von rechts) zur Kandidatur für das Amt der Landrätin.  Foto: Bernhard Panzer
Kreisvorsitzender Fritz Müller freut sich über Frauen-Power. Renate Schroff (links) und Mechthild Weishaar-Glab gratulieren Martina Stamm-Fibich (Zweite von rechts) zur Kandidatur für das Amt der Landrätin. Foto: Bernhard Panzer

"Sie bringt alles mit, was wir brauchen". SPD-Kreisvorsitzender Fritz Müller beschreibt mit einem kurzen Satz, was den Vorstand bewogen hat, Martina Stamm-Fibich für die Kandidatur zur Landrätin vorzuschlagen. Die 54-Jährige nahm das gerne an, sagte sie im Pressegespräch am Dienstagnachmittag, am 11. Oktober wird sie offiziell nominiert. Die Wahl ist 2020.

Freilich sei das Bundestagsmandat kein Job für nebenbei, sagte die gebürtige Erlangerjn, die seit 37 Jahren im Landkreis Erlangen-Höchstadt lebt und seit 2013 Abgeordnete des Deutschen Bundestags ist. Ein kommunales Mandat sei aber eine Ehre und wäre gewissermaßen die Krönung. Martina Stamm-Fibich habe den besten Draht zu vielen und sei bei den Bürgern geschätzt, sagte Müller. Und ihre Kandidatur sei die Abrundung zu den vielen Ämtern, die SPD-Frauen im Landkreis innehaben oder anstreben.

Pflege als Herausforderung

Auch als Abgeordnete sei sie schon viel im Landkreis unterwegs gewesen. Sie müsse nicht in jedem Fachgebiet die absolute Expertin sein, sagte Müller. "Aber sie muss die Experten unter einen Hut bringen."

Das wolle sie unter anderem in ihrem Fachthema, der Gesundheit, tun. Denn "die Pflege wird die Herausforderung der nächsten 15 Jahre", sagte sie. Aber auch die Bildung sei ihr wichtig ("Wir müssen die landkreiseigenen Einrichtungen fit machen für die Zukunft"), wobei man auch an das Gymnasium Herzogenaurach denken müsse, und nicht nur an Spardorf. Außerdem bestehe im Landkreis ein eklatanter Mangel an bezahlbaren Wohnungen - auch ein Bereich, an dem sie anpacken möchte, wenn sie gewählt wird. "Die Leute müssen hier bleiben können."

Letztlich würde sie sich, als eine Anhängerin der Stadt-Umland-Bahn, einen Ost-Ast der Stub wünschen.

Als Vorsitzende des größten Ortsvereins im Landkreis begrüßte Renate Schroff den Gast zum Pressegespräch im Herzogenauracher Bistro Kreisl. Obwohl physisch zart, sei Martina ein politisches Schwergewicht.

Offene Art

Unterstützung sicherte auch Mechthild Weishaar-Glab zu - als Ortsvorsitzende in Höchstadt und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Kreistag. "Wir schätzen Martinas offene Art." Sie habe immer ein offenes Ohr für die Mitglieder, trotz der Belastung mit der Arbeit im Bundestag.

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