LKR Erlangen-Höchstadt
Stichwahl

Landrats-Stichwahl: Noch keine Empfehlung für Kandidaten

Die Parteien der ausgeschiedenen Kandidaten bei der Landratswahl im Kreis Erlangen-Höchstadt haben ihren Anhängern noch keine Empfehlung gegeben, für wen sie sich in der Stichwahl entscheiden sollen. Alexander Tritthart (CSU) und Martin Oberle (Freie Wähler) stehen zur Wahl.
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Einer wird Nachfolger von Landrat Eberhard Irlinger (Mitte): Martin Oberle (links) oder Alexander Tritthart.  Foto: Andreas Dorsch
Einer wird Nachfolger von Landrat Eberhard Irlinger (Mitte): Martin Oberle (links) oder Alexander Tritthart. Foto: Andreas Dorsch
"Wählt doch, wen ihr wollt", zitiert FDP-Kreisvorsitzender Jörg Rohde seinen Parteifreund Wolfgang Kubicki mit Blick auf die Landrats-Stichwahl am 30. März im Kreis Erlangen-Höchstadt. Damit möchte Rohde zum Ausdruck bringen, dass die FDP ihren Anhängern keine Empfehlung für die Stichwahl geben wird.

In der stehen sich Alexander Tritthart (CSU) und Martin Oberle (Freie Wähler) gegenüber. FDP-Kandidat Michael Dassler ist im ersten Wahlgang ebenso ausgeschieden wie Christian Pech (SPD) und Manfred Bachmayer (Grüne).

Die Führung des FDP-Kreisverbands hatte getagt und sich darauf verständigt, weder für den einen, noch für den anderen Kandidaten eine Empfehlung zu geben, teilt Rohde mit.
Bei der Kreistagswahl hätte man sich zwar ein besseres Ergebnis gewünscht, aber immerhin habe man sich mit der Verteidigung der drei Sitze tapfer gegen den Trend der FDP gestemmt.

"Wir werden nicht direkt gebraucht"

"Wir bauen neu auf", kündigt Rohe an. Im Kreistag sehe sich die FDP als das fünfte Rad am Wagen. "Wir werden nicht direkt gebraucht", dafür mache die FDP Sachpolitik und stehe "immer dort, wo gespart werden soll". So lehne man die Stadt-Umland-Bahn ab und werde beim Neubau des Landratsamtes ganz besonders die Kosten im Auge haben.

Rohde kündigt für die nächste Kreistagssitzung schon mal den Antrag an, in den Plänen für das neue Landratsamt den Fitnessraum zu streichen. Mitten in Erlangen müsse die Behörde keinen eigenen Fitnessraum betreiben, fordert die FDP.

"Grüne beraten noch"

Bei den Grünen und der SPD sind noch keine Entscheidungen über Empfehlungen für die Stichwahl gefallen. "Wir sondieren gerade noch mit den Freien Wählern und der CSU", sagt Grünen-Kreisvorsitzender und Landratskandidat Bachmayer. Er plädiert dafür, auf jeden Fall eine Empfehlung an ihre Anhänger zu geben. Am Wochenende wolle man sich darüber klar werden, mit wem es die größere Schnittmenge gibt. Das Gewicht ihrer neun Sitze sollten die Grünen in die Waagschale werfen.

Bei der SPD gehe es noch "drunter und drüber", verrät Kreisvorsitzender Fritz Müller. Man führe Gespräche mit der CSU und den Freien Wählern. Am Freitagabend setze sich der Kreishauptausschuss zusammen und dann werde es eine Empfehlung für einen Kandidaten geben - oder auch nicht. Alle drei Möglichkeiten seien denkbar, sagt Müller. Es gehe um die Frage, mit wem man besser zurecht komme. Dabei müsse aber auch berücksichtigt werden, dass das "lose Bündnis" aus SPD, Freien Wählern und Grünen bisher funktioniert hat.
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