Untermembach
Natur

Landkreis legt ein Blütenmeer an

Bei Untermembach sollen sich Insekten an 60 Blumenarten laben. Plan schon vor dem Volksbegehren geschmiedet.
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Warfen bei Untermembach die ersten Blumensamen auf den Landkreis-Acker, von links: Angelika Schiffer, Thomas Schierhorn, Gerhard Köhler und Alexander Tritthart.  Fotos: Andreas Dorsch
Warfen bei Untermembach die ersten Blumensamen auf den Landkreis-Acker, von links: Angelika Schiffer, Thomas Schierhorn, Gerhard Köhler und Alexander Tritthart. Fotos: Andreas Dorsch
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Auch der Landkreis Erlangen-Höchstadt leistet seinen Beitrag zum Schutz von Bienen und Insekten. Auf einem 1000 Quadratmeter großen Grundstück am südlichen Ortsausgang von Untermembach säten Mitarbeiter des Landratsamtes eine Blumenwiese an.

Die Entscheidung dafür sei aber schon im vergangenen Jahr vor dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" gefallen, betonte Landrat Alexander Tritthart (CSU). Er unterstützte Angelika Schiffer und Thomas Schierhorn vom Sachgebiet Gartenbau und den stellvertretenden Kreisbauhofleiter Gerhard Köhler mit seinen Mitarbeitern bei der Aussaat der Blumensamen.

Grundstück war übrig geblieben

Das dreiecksförmige Grundstück war beim Bau des Radwegs an der angrenzenden Kreisstraße ERH 14 übrig geblieben, erklärte der Landrat. Jetzt soll daraus eine Blühwiese werden.

Zusammen mit dem Maschinenring hatte der Kreisbauhof schon im vergangenen November die oberste Vegetationsschicht abgetragen. Im März wurden 60 Tonnen Sand eingearbeitet und gestern gesät. Zwei Kilogramm Saatgut, vermischt mit acht Kilogramm Schrot als Füllstoff wurden verstreut und anschließend noch in den Boden gewalzt. "Jetzt hoffen wir nur noch auf Regen zur richtigen Zeit", sagte Angelika Schiffer. Dann könnten schon bald die ersten Blüten aufgehen.

Der Samen ist eine "Schmetterlings- und Wildbienenmischung mit hundert Prozent Blumenanteil". Vom Lieferanten wurde er speziell für die Region Fränkisches Hügelland gemischt.

Insgesamt sind es 60 verschiedene Blumenarten, die zwischen 60 und 140 Zentimeter hoch werden. Darunter sind Schafgarbe, Kornblume, Glockenblume, Johanniskraut, Spitzblatt-Malve, Wiesenkümmel, Natternkopf und nickende Kratzdistel.

Ziel der Aktion ist es laut Thomas Schierhorn, Futterquellen für Insekten zu schaffen. Der Pflegeaufwand für diese Blühwiese hält sich in Grenzen. Sie soll jedes Jahr nur einmal im Frühjahr gemäht werden. Angelika Schiffer kündigt an, dass sich das Bild der Wiese im Laufe des Jahres verschieben wird. Und es werde auch Zeiten geben, in denen auf den ersten Blick wenig blüht.

In Grenzen halten sich auch die Kosten für diese Aktion. Für die zwei Kilogramm Saatgut gab der Landkreis 280 Euro aus.

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