Herzogenaurach
Ausflug

Kurztrip von 56 Stunden

1900 Kilometer, 36 Stunden in Nova Gradiška, 20 Stunden in Wolfsberg - es war ein Kurzbesuch in den beiden Partnerstädten Herzogenaurachs. Im Mittelpunkt standen Gespräche und die Pflanzung eines Baumes.
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Der "technologische Inkubator" entsteht im 120 Hektar großen Gewerbegebiet Nova Gradiškas.
Der "technologische Inkubator" entsteht im 120 Hektar großen Gewerbegebiet Nova Gradiškas.
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Ein leichtes Lächeln zeigt sich auf dem Gesicht des Bürgermeisters. 120 Hektar, größer als die Herzo Base, und der erschlossene Quadratmeter für 3,40 Euro. German Hacker ist nicht neidisch, denn die Bedingungen sind in Kroatien ein wenig anders. Mit Staunen, so erklärte er bei einem Pressegespräch, gab es den Blick auf das entstehende Gewerbegebiet an der vorbeilaufenden Autobahn in Richtung Balkan, der Bahnlinie zwischen Zagreb und Belgrad. Hacker lobt die Investitionen der Europäischen Union bei diesen Planungen, denn das Land brauche diese Unterstützung.

Über das Jubiläum sprechen

Anlässlich eines Besuches der Partnerstadt war er in Nova Gradiška, da der Bürgermeister Vinko Grgic die Herzogenauracher eingeladen. Immerhin feiert diese Partnerschaft im nächsten Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. "Wir wollten nicht nur diesen Termin 2020 absprechen, sondern es ging auch darum, dass wir gezeigt bekommen, was es alles neues in der Partnerstadt gibt", erklärte Hacker. Weiterhin war Tanja Jagemann dabei, da sich die Marketingexperten der drei Städte, die sich noch nicht kannten, treffen sollten.

Es gab aber auch die unterschiedlichsten Informationen, die zum Teil bei den Franken für Überraschung sorgte. So werden in Nova Gradiška die beiden stellvertretenden Bürgermeister mit eigenen Büros im Rathaus eng in die Arbeit eingespannt, da Grgic im "Sabor", dem Parlament der Republik Kroatien mit Sitz in Zagreb als Abgeordneter vertreten ist. "Eine Doppelfunktion, die bei uns so nicht denkbar ist", erklärt Hacker.

Ebenfalls wurde der "technologische Inkubator" vorgestellt, der ebenfalls EU-gefördert entsteht. Der Zweck des Projekts ist die Entwicklung einer hochwertigen unternehmerischen Geschäftsinfrastruktur als Grundlage für die Entwicklung des Unternehmertums und die Anziehung von Investitionen basierend auf Innovationen, Kenntnissen und fortschrittlicher Technologien, die die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze mit besonderer Berücksichtigung für die effiziente Umwelt- und das Ressourcenmanagements ermöglichen.

Mit diesen Eindrücken ging es dann zu einem Abstecher in die weitere Partnerstadt Wolfsberg. Dort wurde auf dem "Hohen Platz", dem zentrale Mittelpunkt der Altstadt ein Baum gepflanzt. Dieser symbolträchtige Baum wurde von Herzogenaurach gestiftet und ist nun einer von zwei Bäumen, die auf dem Platz stehen. Für das Herbstfest und ein Weinfest in der Partnerstadt gab es zum Bedauern der deutschen Delegation keine Zeit. Denn nach gut 56 Stunden ging es wieder zurück nach Herzogenaurach.

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