Adelsdorf
Sanierung

Kulturscheune soll Adelsdorfer Ortskern beleben

Durch einen Umbau könnte die alte Scheune des Adelsdorfer Schlossbauernhofs für verschiedene Veranstaltungen genutzt werden. Es gibt erste Pläne.
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Der Stiftungsrat der Adelsdorfer Schlossstiftung denkt über einen Umbau der alten Scheune nach.    Foto: Johanna Blum
Der Stiftungsrat der Adelsdorfer Schlossstiftung denkt über einen Umbau der alten Scheune nach. Foto: Johanna Blum
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Die Scheune des alten Adelsdorfer Schlossbauernhofs soll aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen. Architekt Stefan Ziegler stellte dem Stiftungsrat der Schlossstiftung in einer Sitzung am Mittwochabend ein Sanierungskonzept vor. Sein Büro arbeitet schon lange eng mit dem Denkmalschutz und der Denkmalpflege zusammen.
Es ist angedacht, die Scheune in eine Kulturscheune für Adelsdorf umzuwidmen, auch um den Ortskern zu beleben. "Die Bausubstanz ist gut, das Prospekt soll erhalten bleiben, denn das Gebäude soll weiterhin als Scheune erkennbar bleiben", erklärte der Architekt. Auch das Scheunentor will er belassen und nur in den Rahmen eine Glasfassade mit einer größeren Türe einbauen. Zwei zusätzliche Fenster müssten auf der Empore eingesetzt werden, damit diese etwas heller wird.
Im Eingangsbereich denkt er an eine mobile Begrünung und eine anständige Außennutzbarkeit. Da die Nutzung bisher nur für die Sommermonate angedacht ist, sollte die Möglichkeit bestehen, bei Veranstaltungen die Türe zu öffnen und auch außen Platz für Gäste oder Zuhörer anzubieten.
Erstes Ziel sei es jedoch, die Gebäudehülle zu sanieren und das Dach zu erneuern. Der Denkmalschutz signalisierte für dieses Sanierungskonzept schon sein Wohlwollen.
In der anschließenden intensiven Diskussion ging es um die Enge des ebenerdigen Raumes, der fast wie ein Schlauch wirke. Ist er für Konzerte oder kleine Theaterführungen wirklich nutzbar? Wenn man die Empore mitnimmt, müsste der Platz ausreichend sein, überlegten die Mitglieder. Nun will die Stiftung hierzu Bestuhlungspläne erstellen - eventuell auch im 3-D-Verfahren.
"Schön wäre es schon, in Zukunft in diesem Ambiente Hochzeiten anzubieten", schwärmte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW). "Das Konzept hat Hand und Fuß, aber am Ende ist es entscheidend, wie viele Leute der Raum verkraftet", überlegte er weiter. Yvonne Windischmann, die seit 1. Januar als Angestellte der Stiftung für die Schlossverwaltung zuständig ist, arbeitet als Eventmanagerin, kümmert sich um die Schlossweihnacht und um das Christkind, ist für die Literaturakademie zuständig und ist Adelsdorfs neue Schlossführerin. Natürlich ist sie auch in die Baumaßnahmen im Schlossbereich nebst Sängerhaus und Scheune involviert. Die mögliche Finanzierung des Projekts wurde dann im nichtöffentlichen Teil der Sitzung besprochen.


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