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Heroldsberg
Brand

Küche steht in Heroldsberg in Flammen

In Heroldsberg musste die Feuerwehr mehrere Personen mit der Drehleiter retten.
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Weil das Treppenhaus verraucht war, kam bei der Personenrettung die Drehleiter zum Einsatz.   Foto: Sebastian Weber
Weil das Treppenhaus verraucht war, kam bei der Personenrettung die Drehleiter zum Einsatz. Foto: Sebastian Weber
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In der Küche eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses in Heroldsberg ist am Donnerstagabend ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr rettete mehrere Personen aus dem verrauchten Gebäude, heißt es in einem Pressebericht der Kreisbrandinspektion.

Die Feuerwehr Heroldsberg sowie der Inspektionsdienst wurden um 20.16 Uhr zum Küchenbrand in den Kirchenweg gerufen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand die Küche im ersten Obergeschoss in Vollbrand. Ein Bewohner empfing die Feuerwehr bereits außerhalb mit dem Hinweis, dass noch eine Person in der Wohnung sei.

Die Feuerwehr ging sofort mit insgesamt vier Atemschutzgeräteträgern ins Innere des Wohn-hauses zur Personensuche vor. Parallel wurde die Drehleiter vor dem Gebäude in Stellung ge-bracht. Durch die starke Rauchentwicklung im Treppenhaus konnte sich eine Familie mit Kind aus dem zweiten Obergeschoss nicht mehr selbst ins Freie retten und wurde von der Feuerwehr über die Drehleiter zu Boden gebracht. Verletzt wurden das Kind und seine Eltern nicht.

Kommandant und Einsatzleiter Timo Bachhiesl ließ einen weiteren Rettungswagen sowie einen Notarzt nachalarmieren. In der Zwischenzeit wurde die vermisste Person in der Brandwohnung gefunden. Sie war glücklicherweise ansprechbar, musste jedoch nach der Rettung durch die Feuerwehr vom Rettungsdienst versorgt werden, bevor sie in ein nahe liegendes Krankenhaus transportiert wurde. Insgesamt wurden drei Personen verletzt, zwei konnten jedoch vor Ort behandelt werden.

Die Feuerwehr löschte den lokalen Brand in der Küche schnell und leitete danach eine Über-druckbelüftung ein, um das Gebäude zu entrauchen. Die Polizei übernahm im Anschluss die Ermittlungen des Brandhergangs, auch der Kriminaldauerdienst wurde hinzugerufen. Wie die Polizei mitteilt, stellte sich heraus, dass sich Fett in einem Frittiertopf entzündet hatte. Als sich das Fett in Brand setzte, versuchte der 62-jährige Wohnungsinhaber noch, den Brand mittels eines Handtuches zu ersticken. Das Handtuch fing allerdings sofort Feuer, weshalb er es aus der Fenster im ersten Stock warf. Danach versuchte er, das Feuer mit einem Feuerlöscher zu löschen, dies gelang ihm jedoch ebenfalls nicht. Er verließ die Wohnung, seine Ehefrau weigerte sich jedoch und musste von der Feuerwehr gerettet werden.

Die Feuerwehr Heroldsberg war mit knapp 40 Einsatzkräften vor Ort, ebenso Kreisbrandinspektor Stefan Brunner. Zwei Rettungswagen und ein Notarzt samt Einsatzleiter Rettungsdienst sowie zwei Polizeistreifen waren ebenfalls vor Ort. Die Bewohner konnten in dieser Nacht nicht mehr in ihre Wohnungen zurück und fanden bei Bekannten Unterschlupf.

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