Wohnungsbau

Kompromiss für geplanten Wohnungsbau in Höchstadt

Kritiker des Projekts an der Kerschensteiner Straße in Höchstadt und Stadt sind sich einig: Die Hecken sollen stehen bleiben.
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Hans Krautblatter auf dem ehemaligen Hartplatz, auf dem die Stadt Wohnungen bauen will. Er ist mit dem Kompromiss zufrieden. Foto: Andreas Dorsch
Hans Krautblatter auf dem ehemaligen Hartplatz, auf dem die Stadt Wohnungen bauen will. Er ist mit dem Kompromiss zufrieden. Foto: Andreas Dorsch
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Im Streit um den Bau von "bezahlbarem Wohnraum" auf dem ehemaligen Hartplatz unterhalb des Schulzentrums an der Kerschensteiner Straße haben sich jetzt Kritiker und Stadt auf einen Kompromiss geeinigt. Damit kann der Biologe Hans Krautblatter als Vertreter der Kritiker ebenso leben wir Bürgermeister Gerald Brehm (JL).

Wie bereits mehrfach berichtet, will die Stadt auf dem Gelände zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 15 Wohnungen bauen. Von den ursprünglichen Plänen, den vor Jahrzehnten aufgefüllten Hartplatz auf das ursprüngliche Niveau abzutragen, um den drei- und den zweigeschossigen Wohnblock darauf zu erreichten, ist man wieder abgekommen. Jetzt soll auf dem aktuellen Niveau gebaut werden. Dadurch können, wie von einer Interessengruppe aus Anwohnern, Naturschützern, Gartenbau- und Kellerbergverein gefordert, die Hecken an der Ost- und Südseite erhalten bleiben.

Voraussetzung ist allerdings, dass der Untergrund tragfähig genug ist. Krautblatter ist davon überzeugt, kennt er das Gelände doch schon seit Jahrzehnten. Der umgebende Grüngürtel, in dem Krautblatter "mindestens 30 Arten von Sträuchern und kleinen Bäumen" entdeckt hat, soll laut Bürgermeister soweit wie möglich erhalten werden. Die die Hecke umgebende, 1,30 Meter hohe Mauer müsse aus Sicherheitsgründen saniert, eventuell auch teilweise ersetzt werden. Mit den Neubauten ist auch ein zusätzlicher Lärmschutz an der Hackschnitzelheizanlage geplant, die Schulen und öffentliche Einrichtungen mit Nahwärme versorgt.

In dieser Woche hatte sich der Bürgermeister mit den Kritikern des Projekts bei einem Ortstermin auf den Kompromiss verständigt. Für eine Baustellenzufahrt müsse allerdings etwas Platz geschaffen werden. Der Bebauungsplan wird jetzt zusammen mit dem Bauplan ins Verfahren geschickt.

Der im Westen an das Gelände angrenzende Obstgarten bleibt unberührt.



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