Lonnerstadt
Ausbildung

Kochkurs für Jugendliche in Lonnerstadt

Doris Ehrenschwender aus Mailach schlägt mit ihrem Angebot zwei Fliegen mit einer Klappe: Jugendliche lernen schnell und unkompliziert das Kochen, und sie selbst erfüllt die Anforderungen auf ihrem Weg zur Hauswirtschaftsmeisterin.
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Doris Ehrenschwender (Zweite von rechts) und Lola Riehlein (rechts) bei der Herstellung von Obstsalat  Foto: Evi Seeger
Doris Ehrenschwender (Zweite von rechts) und Lola Riehlein (rechts) bei der Herstellung von Obstsalat Foto: Evi Seeger
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Lonnerstadt — Irgendwann kommt für die meisten Jugendlichen der Tag: Sie ziehen in die eigene Wohnung oder in eine WG und sind damit fernab von Mamas Kochtöpfen. Fast Food allein bringt's auch nicht und zum Essen ausgehen ist in der Regel zu teuer. Selbst kochen ist somit die beste Lösung. Aber wie, wenn man es nie gelernt hat.
Tag für Tag Spagetti mit Tomatensoße ist durchaus nicht Jedermanns Sache. Da hilft ein Kochkurs, noch dazu einer, der die wichtigsten Kenntnisse im Handumdrehen vermittelt. Einen solchen "Crash-Kurs" für Jugendliche bot Doris Ehrenschwender in der Lonnerstadter Schule an. Die Mailacherin steht derzeit in der Ausbildung zur Hauswirtschaftsmeisterin und dazu gehört auch ein eigenes Projekt. Das hat Ehrenschwender mit dem Koch-Crash-Kurs für Jugendliche in die Tat umgesetzt.
Die "Herd-Helden", die Doris Ehrenschwender durch entsprechende Werbung gefunden hatte, waren zwischen 12 und 16 Jahre alt und alle mit viel Begeisterung bei der Sache. Auf drei Tage verteilt, reichte der Kurs von der Theorie - also von Ernährungskunde und Speiseplänen über Einkauf und Vorbereitung - bis hin zur fertigen Speise mit anschließendem Essen.
Nicht zuletzt das leckere Essen am Ende war für Marcel Ehmann aus Uehlfeld ein Grund, sich für den Kochkurs einzuschreiben. Eine Freundin hatte den 16-Jährigen zum Mitmachen motiviert, obwohl Marcel erklärte, "schon ganz gut kochen zu können".
Total unterschiedlich waren die Rezepte, die auf den Arbeitstischen der Lonnerstadter Schulküche auslagen. Vom Eisberg-Fenchelsalat über Parmesan-Hackfleischbällchen, Mango-Senfsoße bis hin zum würzigen Nudelsalat und Chicken Nuggets reichte die Auswahl.
Während bei Paula Kaiser aus Etzelskirchen die Nudeln im Topf schon dampften, übte sich Leon Krösser aus Lonnerstadt im Zwiebel schneiden. Dass er dabei nicht eine Träne vergoss, schien an ein kleines Wunder zu grenzen.
Weit gefehlt! Leons "Mitkoch" Jan König klärte die Angelegenheit auf: "Leon trägt Kontaktlinsen, daher kann er Zwiebeln schneiden, ohne zu weinen." So gesehen hatte es die 15-jährige Lola Riehlein wesentlich leichter: Sie schnippelte Zutaten für einen leckeren Obstsalat. Da konnte wenigstens nichts anbrennen. Lola war aber sehr gründlich: An den Orangenspalten entfernte sie alle weißen Fasern, was eigentlich überhaupt nicht nötig wäre. Wie sie selbst erklärte, enthalten sie wertvolle Stoffe und Vitamine.

Am liebsten Pfannkuchen

Für Lonnerstadts Pfarrerin Ute Rakutt und ihre beiden Söhne Paul und Konstantin war dieser Kochkurs ein willkommenes Angebot. "Wochentags kommen die Jungs erst spät aus der Schule. Da bleibt keine Zeit, um miteinander zu kochen", sagte die Pfarrerin. Dabei koche vor allem Paul sehr gerne. "Am liebsten Pfannkuchen", ließ der Sprössling hören. Manchmal würden es aber keine richtigen Pfannkuchen, sondern zerkrümelte Gebilde, also eher Kaiser-Schmarrn. Keine Sorge Paul, das wird noch!
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