Adelsdorf
Umwelt

Klimawürfel mahnt in Adelsdorf

Adelsdorf ist eine der Gemeinden im Landkreis Erlangen- Höchstadt, die Flagge zeigen beim Klimaschutz-Projekt.
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Die ersten Veranstaltungen zum offiziellen Start der Aktion "Klimawürfel" sind erfolgt. In einigen Gemeinden in Erlangen-Höchstadt stand der Klimawürfel schon. Auch Adelsdorf hat sich als Vereinsmitglied der vom Verein "Energiewende ER(H)langen" initiierten Aktion "Jeder Einzelne kann etwas tun" angeschlossen.

Am Mittwochnachmittag wurde daher ein Klimawürfel von Mitgliedern des Bunds Naturschutz, dem Pressesprecher des Vereins, Rudi Ackermann, Bauhofmitarbeitern und Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) aufgestellt.

2019 soll das Jahr der verstärkten Klimaschutzmaßnahmen in der Stadt und dem Landkreis werden. Möglichst viele Bürger sollen mit dieser auffälligen Aktion erreicht und zu verstärktem eigenen Handeln für den Klimaschutz animiert werden. Deutschland liegt bei den Pro-Kopf-Emissionen nach wie vor deutlich vor den Chinesen und emittiert noch zehnmal mehr als zur Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles zulässig ist.

Das heißt, jeder produziert täglich 30 Kilogramm Kohlendioxid. Das entspricht der Größe des 16 Kubikmeter großen Klimawürfels.

"Wir werden den Klimawandel durch Maßnahmen in der Gemeinde Adelsdorf natürlich nicht aufhalten können, aber jeder muss seinen Beitrag leisten - im Großen wie im Kleinen! Fangen wir mit zwei oder drei Tipps an, die auf dem Würfel stehen. Wir schonen damit nicht nur die Umwelt, sondern auch unseren Geldbeutel", verdeutlicht der Bürgermeister. "Ich freue mich auch, dass der BN maßgeblich beim Aufbau des Würfels behilflich ist. Gerade Helmut König setzt sich seit vielen Jahren engagiert für den Klimaschutz ein, wie etwa im Rahmen der Klimaschutzwoche mit der Ausstellung Klima - Faktor - Energie im Adelsdorfer Schloss oder bei der Organisation von Podiumsdiskussionen."

Fünf Würfel wurden nach dem Entwurf von Johannes Kollinger hergestellt, an zehn Orten wurden sie aufgestellt. Bis zur Adelsdorfer Kerwa bleibt der Würfel stehen und dann kommt er zurück nach Herzogenaurach.

Einfache Botschaften

Die Botschaften des Würfels sind einfach: Der Klimawandel ist real! Jeder Einzelne kann und sollte etwas gegen die drohende Klimakatastrophe tun. Der Würfel steht nun auf dem Marktplatz in Adelsdorf. Er soll mit Bildern und Texten die Botschaften deutlich sichtbar machen und so eine Vielzahl Adelsdorfer zu verstärktem Handeln zur Rettung des Klimas animieren.

Dafür gibt es unzählige Möglichkeiten, wie öfter das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren, weniger Plastik(tüten) verwenden, regionale Produkte kaufen, Heizung modernisieren und mehr.

Die Aktion will zeigen, dass die aktuellen Klimaschutzbemühungen nicht ausreichen, das in Paris vereinbarte 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Zudem spricht die Wissenschaft zunehmend Warnungen vor den katastrophalen Auswirkungen für den Fall aus, dass es nicht erreicht wird.

Hans Joachim Schellnhuber, Mitglied des Weltklimarats, bemerkte schon 2018: "Was heute geschieht, gleicht einem kollektiven Suizidversuch! Wenn wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen, wenn wir das Schiff nicht über Wasser halten können, brauchen wir über Einkommensverteilung, Rassismus und guten Geschmack nicht mehr nachzudenken."

Die nächste Aktion findet am 20. September in Adelsdorf statt. Beim weltweiten Streiktag "Fridays for future" ist geplant, dass sich die Kinder der Kindergärten und der Schule am Würfel treffen, wo sie ihre Wünsche zum Thema Klimaschutz vorstellen und kleine Darbietungen bringen. Zum Schluss "unterschreiben" alle auf der Würfelseite mit Handabdrücken.

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