Adelsdorf
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Kita St. Theresia: Alte Schule Aisch wird abgerissen und neu gebaut

Der Adelsdorfer Gemeinderat hat einen Neubau der Kita St. Theresia besiegelt. Die Alte Schule Aisch wird demach abgerissen.
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Die Alte Schule mit der Kita St. Theresia soll abgerissen werden. Auf der derzeitigen Spielfläche (vorne) soll ein Neubau entstehen. Franziska Rieger
Die Alte Schule mit der Kita St. Theresia soll abgerissen werden. Auf der derzeitigen Spielfläche (vorne) soll ein Neubau entstehen. Franziska Rieger
Die Kinder in Aisch dürfen sich freuen: Sie sollen in eine neu gebaute Kita einziehen. Die Alte Schule Aisch, in der die Kita St. Theresia sowie der Eltern-Kind-Verein und der VdK Ortsverband Adelsdorf bisher einquartiert sind, soll abgerissen werden. Das hat der Adelsdorfer Gemeinderat beschlossen. "Unser Vorschlag ist es, in Planungen für einen Ersatzneubau zu gehen", erklärt Bürgermeister Karsten Fischkal (FW).

Immer dringlicher wurde es, dass an der Alten Schule in Aisch etwas passiert. Der Keller ist feucht, Wasser tropft, die alten Rohre müffeln, die Elektrik ist veraltet.

Träger der Kita St. Theresia ist die katholische Kirche, die Gemeinde ist der Bauträger. Ein Arbeitskreis hatte über die verschiedenen Varianten zur Unterbringung der Kita St. Theresia diskutiert.


Drei Varianten für die Kita

Als Gebäude standen das Schwesternhaus am Marienplatz mit neuem Anbau, die Alte Schule Aisch mit einer Sanierung oder ein Neubau auf dem Grundstück der Alten Schule zur Option. Im April teilte Pfarrer Thomas Ringer bei einem Treffen des Arbeitskreises mit, dass das Schwesternhaus Aisch künftig neu genutzt werden soll. Diese Planungsvariante - Unterbringung der Kita in dem Schwesternhaus-Gebäude, ist deshalb aus dem Rennen.

Auf Nachfrage berichtet Fischkal, dass die Kirche im Schwesternhaus eine Demenz-WG plane, man stehe in Kontakt mit der Caritas. "Das ist aber noch nicht hundert Prozent in trockenen Tüchern", so Fischkal.

Ein Ersatzneubau auf dem Grundstück der Alten Schule Aisch hätte Vorteile: barrierefrei und ebenerdig soll es werden, optimierte Parkmöglichkeiten und eine neue Außenspielfläche sollen entstehen. Außerdem soll es einen Mehrzweckraum im Gebäude geben. Ein separater Eingang solle dafür sorgen, dass der Mehrzweckraum nicht nur von der Kita genutzt werden kann. Bei der Nutzung des Raumes hätte die Kirche als Mieter der Einrichtung das letzte Wort, erklärt der Bürgermeister.

Neu bauen statt sanieren sei die bessere Lösung. "Ein Schulgebäude wird nie ein Kindergarten werden", betont er. Bedenken, dass eine Sanierung mehr Vorteile böte als ein Neubau, habe es im Arbeitskreis nicht gegeben.


Kita-Betrieb läuft parallel weiter

Unterbringungsprobleme während der Bauzeit soll es nicht geben. Das alte Schulgebäude wird erst abgerissen, wenn der Neubau fertig gestellt ist. Solange bleiben die Kinder im alten Schulgebäude. "Der Betrieb läuft parallel weiter", berichtet Rita Weller, die Gesamtleiterin der Kindergärten.
Ein Neubau als beste Lösung - darüber sind sich auch die Gemeinderäte einig. "Man hat dann endlich ein Gebäude, das den Anforderungen voll und ganz entspricht", sagt Ortssprecher Tim Scheppe. Zwei Vorschläge gibt es von ihm noch: Man müsse für den Eltern-Kind-Verein einen passenden Raum finden.

Außerdem halte er den Tannenweg zu weit von der Kita entfernt, um dort übergangsweise die Außenspielgeräte aufzustellen. Er könne sich als Alternative den Garten des Schwesternhauses vorstellen.

Mit dem VdK und dem Eltern-Kind-Verein stehe man in Kontakt, man suche nach geeigneten Räumen, so Fischkal.

Die Kosten für den Neubau müsse ein Planungsbüro ermitteln, erklärt der Bürgermeister. Für eine Sanierung der Alten Schule wären zwei bis 2,5 Millionen Euro fällig geworden. Bei einem Neubau spreche man vielleicht von einem ähnlichen Betrag. Jedoch: "Es werden Zuschüsse kommen. Aber erst braucht es den Beschluss", betont er. Man rechne mit bis zu 70 Prozent Zuschüssen.
Die Gemeinderäte haben einstimmig beschlossen, die Verwaltung mit den Planungen für einen Neubau der Kita zu beauftragen.


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