Mühlhausen
Sondersitzung

Kita-Neubau in Mühlhausen wird Hängepartie

Die Gemeinde Mühlhausen wollte mehr Platz für die Kinderbetreuung schaffen und hoffte auf staatliche Fördermittel. Doch jetzt kam eine Absage aus München.
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Den leerstehenden Bauernhof im Vordergrund hat die Gemeinde Mühlhausen erworben. Links davon der Kindergarten, in dem der Platz knapp geworden ist. Wie die Gemeinde weiter verfährt, bleibt abzuwarten. Foto: Evi Seeger
Den leerstehenden Bauernhof im Vordergrund hat die Gemeinde Mühlhausen erworben. Links davon der Kindergarten, in dem der Platz knapp geworden ist. Wie die Gemeinde weiter verfährt, bleibt abzuwarten. Foto: Evi Seeger

Zunächst schien alles klar und bestens auf den Weg gebracht, um für die Nachwuchsbetreuung den notwendigen Platz zu schaffen. Ihren Antrag auf staatliche Förderung für einen Kindergartenneubau hatte die Marktgemeinde fristgerecht - zum 31. August 2019 - gestellt. Container als Interimslösung für den Kindergarten waren ausgeschrieben und sogar schon in Auftrag gegeben worden. Doch dann kam alles anders.

Das staatliche Sonderprogramm sei ausgeschöpft, wurde der Marktgemeinde mitgeteilt. Und nicht nur der Gemeinde Mühlhausen: Vier weitere Gemeinden im Landkreis Erlangen-Höchstadt hätten Absagen bekommen, weiß Bürgermeister Klaus Faatz (CSU). Dabei sei das Sonderinvestitionsprogramm für Kindergärten noch im September verlängert worden. Kein Wunder also, dass man in Mühlhausen verärgert ist.

Container mit langer Lieferfrist

Nicht viel besser lief es mit den bestellten Containern. Auf die im August auf den Weg gebrachte Bestellung wurde Mühlhausen als Liefertermin der Januar 2020 genannt. Nachdem man sich für eine andere Container-Variante entschieden hatte, war es nicht anders: Wiederum erst im Januar 2020 zu haben.

Die Gemeinde war inzwischen nicht untätig. Kurzfristig wurde eine nichtöffentliche Sondersitzung einberufen und die Kindergartensituation diskutiert. Auf die Frage nach einem Neubau antwortet Bürgermeister Faatz: "Wir müssen warten, was aus der Fördergeschichte wird." Wegen der Förderung habe man beim Landtagsabgeordneten Walter Nussel (CSU) um Klärung nachgesucht.

In der Sitzung am Dienstag machte Faatz öffentlich, dass die Gemeinde im Oktober den leerstehenden Bauernhof östlich des Kindergartens erworben hat. Damit habe man auf jeden Fall Platz gewonnen. Natürlich wurde auch darüber nachgedacht, ob mit dem vorhandenen Haus "etwas zu machen ist". Das scheint jedoch nicht der Fall zu sein. Jetzt steht - "um das Grundstück sinnvoll nutzen zu können" - ein Abriss des Gebäudes im Raum.

Es ist also noch einiges in der Schwebe. Hingegen wurde die Ausschreibung für die Container aufgehoben. Bis zum neuen Kindergartenjahr im September 2020 soll eine Kita-Gruppe im Turnraum des Kindergartens eingerichtet werden. Der Raum sei geeignet und alle nötigen Strukturen seien vorhanden, berichtet Faatz. Turnen sollen die Kinder inzwischen in der Schule.

Nach den Anmeldungen, die in der Regel im Februar oder März stattfinden, wisse man mehr, so der Bürgermeister. Wie hoch der Platzbedarf ist zum Beispiel und ob ab September Regel- oder Krippenplätze gebraucht werden.

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