Burghaslach
Jubiläum

Kirchweih im Drei-Franken-Eck

Bei der Burghaslacher Kerwa hielt Landesbischof Bedford-Strohm die Predigt im Gotteshaus, das seit 300 Jahren steht.
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Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hielt beim Kirchweihgottesdienst die Predigt.Johanna Blum
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hielt beim Kirchweihgottesdienst die Predigt.Johanna Blum
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Am Wochenende war Burghaslach vier Tage in Kerwalaune. Dieses Jahr gab es noch ein besonderes Jubiläum: Die Ortskirche St. Ägidius geht in ihrer heutigen Größe auf das Jahr 1718 zurück, also feiert sie ihren 300. Geburtstag. Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hielt die Festpredigt und sprach den Segen über die zahlreichen Gemeindemitglieder und Gäste im Jubelgottesdienst am Sonntag.

"Glaube, Hoffnung und Liebe bringt uns hier im Kirchweihgottesdienst zusammen", sagte Gemeindepfarrer Daniel Lischewski. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor (Ltg. Alfred Winkler), der Chorgemeinschaft (Ltg. Liselotte Schlierf) und Marita Härtel an der Orgel stimmungsvoll umrahmt.

"Es gibt mir auch die Gelegenheit, Danke zu sagen. Ich danke Gott für diese Gemeinde, dass sie sich Sonntag für Sonntag hier zum Gottesdienst versammelt, hier singt und betet, auf das Wort Gottes hört, die Kirche wunderbar in Schuss hält. Ich danke Gott für die Gemeinde hier, für die vielen, die sich für den Glauben engagieren. Seit 300 Jahren brennt diese Gemeinde für das Evangelium und gibt es weiter. Seit 300 Jahren versammelt sie sich hier, Woche für Woche. Seit 300 Jahren feiert sie hier Gottesdienst, tauft sie Kinder, traut sie Paare, spendet sie Segen, gibt einen Ort für Freude und Schmerz - und für Trost. 300 Jahre schon hat der Glaube, die Liebe und die Hoffnung einen Ort gefunden" , sagte Bedford-Strohm.

Glaube ohne Liebe gebe es nicht und wo Glaube und Liebe sind sei auch die Hoffnung nicht weit. "Wir können hemmungslos hoffen", betonte er.

Die heutige Kirche St. Ägidius geht auf 1718 zurück. Wer sich im Gotteshaus genau umschaut, entdeckt auf einer Säule im linken hinteren Teil der Kirche diese Jahreszahl. Der Namensgeber des Gotteshauses, der Heilige Ägidius, ist einer der 14 Nothelfer, der vor allem gegen die Pest angerufen wurde.

Ein weiteres Highlight war der Kirchweihumzug der Ortsburschen und der Vereine mit den Oldtimertraktoren. Vorher zeigte die Volkstanzgruppe Gleißenberg ihre Tänze. Viel Beifall bekamen die herausgeputzten Themenwagen auf ihrem Weg.

Bereits am Samstagnachmittag hatten Bürgermeister Armin Luther (CSU) und Pfarrer Daniel Lischewski je ein Kerwasfass angezapft, bevor die Kerwasburschen den Baum aufstellten. Viele Bands und Musikkapellen wie die "Kapelle Drei-Franken-Eck", die "Blaskapelle Obersteinbach", die Band "Saggradi", "Querbeet", "Tequila" und die "Calimeros" sorgten die Tage und Abende für beste Kerwastimmung. Das Bürgerschießen im Schützenhaus, der Festgottesdienst am Montag, der Weißwurstfrühschoppen, das Bürgerkegeln: Alles war gut vorbereitet und fand viel Anklang bei allen Gästen. Auch an die Kinder war gedacht, auf dem Festplatz stand für sie ein großer Vergnügungspark bereit.

Das imposante Brillant-Feuerwerk kündigte am Montagabend mit lautem Böllerknall langsam das Ende der Burgahslacher Kerwa an.



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