Herzogenaurach

Kinder werden Klimaschützer

An der Montessori-Schule ist ein Aktionstag mit der Pflanzung von 23 Bäumen geplant.
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Auf der Ostseite der Montessori-Schule werden die Bäume der Aktion "Plant for the planet" gepflanzt.    Foto: Richard Sänger
Auf der Ostseite der Montessori-Schule werden die Bäume der Aktion "Plant for the planet" gepflanzt. Foto: Richard Sänger
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Der Herzogenauracher Planungs- und Umweltausschuss beschäftige sich bei seiner Sitzung im Interimsrathaus mit Bäumen. Durch die Förderung von Baumpflanzungen soll - ergänzend zu der bereits bestehenden Förderung der Dach- und Fassadenbegrünung sowie Umgestaltung entsiegelter Flächen - ein weiterer Anreiz zur Durchgrünung von Privatgrundstücken geschaffen werden. Wie Bürgermeister German Hacker (SPD) erläuterte, lehne sich die Stadt an die Richtlinien des Förderprogramms "Der geschenkte Baum" der Stadt Fürth an.

Wie das Umweltreferat der Stadt Fürth mitteilt, habe das Programm "Der geschenkte Baum" einen sehr guten Start hingelegt und stoße auf sehr großes Interesse bei der Bevölkerung. Mit dem Förderprogramm will das Fürther Rathaus Bürgern einen Anreiz dafür bieten, mehr Grün zu pflanzen, und wer auf seinem Grundstück Platz für einen Laubbaum hat, kann einen Zuschuss beantragen. Dahinter steckt der Gedanke, dass das Pflanzen von Bäumen für die Artenvielfalt und das Klima einer Stadt von besonderer Bedeutung ist. Es entstehe nicht nur Lebensraum für Tiere, sondern die Bäume speichern Kohlenstoffdioxid, produzieren Sauerstoff und reinigen die Luft.

Ähnlich soll auch in Herzogenaurach verfahren werden. Ausgenommen von der Förderung werden Baumpflanzungen, die aufgrund einer öffentlich-rechtlicher Verpflichtung bestehen. Das Fördervolumen soll zunächst im Haushaltsjahr 2020 auf 10 000 Euro gedeckelt werden. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung einstimmig und ohne Diskussion, das Förderprogramm zur -Minderung im Gebäudebereich um den Förderbaustein "Baumpflanzungen auf Privatgrundstücken" zu erweitern und die Förderrichtlinien entsprechend auszuarbeiten.

Alte Obstsorten

Auch beim nächsten Tagesordnungspunkt ging es um Bäume und Klimagerechtigkeit. Die Montessori-Schule lädt am 25. April zu ihrem Aktionstag "Plant for the planet" ein. Wie Dagmar Ludwig von der Montessori-Schule erklärte, habe sich der Schule der "Plant for the planet"-Akademie angeschlossen. Dabei bilden Kinder andere Kinder zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit aus, pflanzen gemeinsam Bäume und lernen viel zum Klimaschutz. "Damit rennen Sie bei uns offene Türen ein", erklärte der Bürgermeister und sagte zu, die Vorbereitungen zum Aktionstag zu unterstützen.

Eingeladen sind die Schüler der dritten bis siebten Klassen aller Herzogenauracher Schulen eingeladen. Neben der gemeinsamen Baumpflanzaktion finden auch zahlreiche Umweltbildungsangebote statt. Die Schüler der Montessori-Schule sind schon länger in Sachen Klimaschutz aktiv, bewirtschaften einen Garten "Auf der Nutzung", verkaufen faire Schokolade und warben auch beim Ökofest für ihre Ideen. Insgesamt sollen 14 Obstbäume und neun Laubbäume im direkten Umfeld der Schule auf städtischen Grundstücken gepflanzt werden. Wie Dagmar Ludwig erläuterte, werden alte Obstsorten gepflanzt und die spätere Ernte auch von den Schülern selbst zu Marmelade und Saft verarbeitet.

Die Baumpflanzungen sollen an das Programm "1000 Bäume für Herzogenaurach" gekoppelt werden. Die Montessori-Schule wird versuchen, für die Finanzierung der Aktion Sponsoren zu akquirieren. Der verbleibende Anteil an den Pflanzkosten wird aus dem städtischen Haushalt finanziert und die zukünftige Pflege der Bäume erfolgt durch den städtischen Baubetriebshof. Wie Renate Schroff (SPD) erläuterte, erklärte sich auch der Obst- und Gartenbauverein Niederndorf bereit, die Schule bei der Pflege zu unterstützen und die Schüler in den Baumschnitt einzuweisen.

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