Herzogenaurach
Provisorium

Kinder weichen in Container aus

Am Ende der Karlsbader Straße soll eine vorübergehende Kindertagesstätte errichtet werden. Sie soll Kinder aufnehmen, die auf Neubauten warten oder wegen einer Sanierung ausweichen müssen.
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Zwischen Stadtrand von Herzogenaurach und Nordumgehung entsteht das Entwicklungsgebiet Reihenzach. Angrenzend zur bestehenden Wohnbebauung soll eine Kindertagesstätte errichtet werden, die im Rathaus-Jargon "Montessori 2" genannt wird. Dort soll auf einer städtischen Fläche auch das Container-Provisorium entstehen.  Fotos: Bernhard Panzer
Zwischen Stadtrand von Herzogenaurach und Nordumgehung entsteht das Entwicklungsgebiet Reihenzach. Angrenzend zur bestehenden Wohnbebauung soll eine Kindertagesstätte errichtet werden, die im Rathaus-Jargon "Montessori 2" genannt wird. Dort soll auf einer städtischen Fläche auch das Container-Provisorium entstehen. Fotos: Bernhard Panzer
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An Kindergärten mangelt es in der Stadt sicher nicht, stets werden neue Einrichtungen gebaut. Somit kann Herzogenaurach stolz sein auf eine sehr hohe Auslastungsquote.

Bürgermeister German Hacker (SPD) machte das in der Sitzung des Planungsausschusses an Zahlen fest. Man habe 100 Prozent Auslastung im Kindergartenbereich und 80 Prozent bei den Kindern bis zu drei Jahren, also bei den Krippen.

Dennoch komme die Stadt nicht umhin, vorübergehend eine Kindertagesstätte in Container-Bauweise anzubieten. Darin sollen diejenigen Kinder untergebracht werden, die noch auf den Bau respektive die Sanierung eines von drei Objekten warten müssen. Wie Hacker in der Sitzung erläuterte, sind es die Kinder aus den Einrichtungen St. Josef 2, Martin Luther und Montessori 2.

Vorgeschlagen für das Provisorium wurde als Standort eine städtische Fläche am nördlichen Stadtrand. Die Zufahrt könnte über die Karlsbader Straße erfolgen. Es handelt sich um die gleiche Fläche, auf der bereits der Neubau des Montessori-Kindergartens erfolgen soll, im Entwicklungsgebiet Reihenzach (der FT berichtete bereits).

Hacker merkte auf Anfrage von Konrad Körner (CSU) an, dass die Stadt als Ausweichquartier freilich noch den alten Kindergarten in Haundorf habe. Der aber sei das "Notbackup" und könnte zwei Gruppen beherbergen. Das soll als solches auch aufrecht erhalten werden. Das Container-Provisorium indes ist weitaus größer und soll auf etwa sieben Gruppen ausgelegt werden. Als erstes könnten die Kinder des späteren Kita Josef 2 Niederndorf dort einziehen und ab September 2022 in den Neubau wechseln. Darauf wartet die evangelische Kirche, die dann mit dem Martin-Luther-Kindergarten an der Reihe wäre, der in Teilbereichen saniert werden muss. Und zuletzt käme die neue Montessori-Kita dran. Da würde der Neubau schon gestartet sein, so dass die Kinder nur nach nebenan umziehen müssten. Der Planungsausschuss stimmte zu.

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