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Weisendorf
Vergnügen

Kerwa soll ein friedliches und fröhliches Fest werden

Der Gemeinderat hat ein überarbeitetes Sicherheitskonzept für die Weisendorfer Kirchweih beschlossen.
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Wenn sich in Weisendorf am Kirchweihmontag die Honoratioren zum Frühschoppen treffen, ist der Sicherheitsdienst nicht unbedingt gefragt. An den Abenden soll aber ebenfalls nichts passieren.     Foto: Richard Sänger (Archiv)
Wenn sich in Weisendorf am Kirchweihmontag die Honoratioren zum Frühschoppen treffen, ist der Sicherheitsdienst nicht unbedingt gefragt. An den Abenden soll aber ebenfalls nichts passieren. Foto: Richard Sänger (Archiv)

Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) legte dem Weisendorfer Gemeinderat knapp eine Woche vor der Kommunalwahl eine überschaubare Tagesordnung vor. Unter anderem ging es um das Sicherheitskonzept für die Kirchweih 2020 und die Klimatisierung des Rathauses.

Zu Beginn der Sitzung brachte Christiane Kolbet (Grüne) einen Antrag zur Verkehrssituation im Ortsteil Schmiedelberg ein. So soll es nach Aussagen der Dorfbewohner in der Ortsmitte wieder zu einem Unfall gekommen sein, bei dem ein Auto mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug kollidierte. Verletzt wurde niemand, aber dennoch fordern die Anwohner nach Aussage der Grünen eine Lösung wie eine geänderte Umfahrung der Verkehrsinsel.

"Den Antrag hätten Sie sich sparen können, denn das Thema ist eigentlich schon erledigt", erklärte der Bürgermeister dazu. So sei die Verkehrsführung in Schmiedelberg bekannt und die Verwaltung sei bereits tätig geworden, berichtete Süß. Der letzte Unfall sei im Jahr 2015 gemeldet worden, und sobald es die Witterung zulasse, würden Markierungen aufgebracht. Allerdings sei eine Änderung der Verkehrsführung nicht geplant, denn das sei nach Auffassung des Ordnungsamtes und der Polizeiinspektion nicht nötig. Auf Nachfrage des Bürgermeisters verzichtete Christiane Kolbet dann auf eine Behandlung ihres Antrages und gab sich mit seiner Antwort zufrieden.

In der nichtöffentlichen Sitzung im Juni 2019 hatte der Gemeinderat das Planungsbüro für Haustechnik Schredl aus Nürnberg mit den Planungsleistungen zur Klimatisierung des Rathauses beauftragt. Jetzt legte das Büro die Kostenberechnung für die Maßnahme vor, die auf rund 136 000 Euro brutto veranschlagt wird. Zusätzlich zu den Planungsleistungen des Büros und den Kosten für die Kühlung werden weitere für Kosten für ein Schallgutachten sowie Trockenbau- und Malerarbeiten anfallen. Die Vorschriften des Brandschutzes seien ebenfalls zu beachten. Die Arbeiten müssten größtenteils im laufenden Betrieb durchgeführt werden.

Kritik an der Kostenberechnung

In der Diskussion lehnte Hans Kreiner (CSU) die Kostenberechnung ab, da sie sich erheblich vor der Kostenschätzung des vergangenen Jahres unterscheide und die jetzige Summe auch nicht im Haushalt berücksichtigt wurde. Der Planer begründete die Kostendifferenz mit nicht vorhandenen Plänen in digitaler Form. So habe erst die Begehung mit Klimafachleuten gezeigt, in welchen Räumen besondere Arbeiten notwendig werden.

Günther Vogel (BWG/FW) vermisste eine Alternative zur vorgestellten Lösung, aber der Planer erklärte, dass sich das vorgeschlagene System am besten für einen Bestandsbau eigne und auch der neuesten Technik entsprechen würde. Gegen die Stimme von Hans Kreiner stimmte das Gremium dem Planungsvorschlag zu.

Vereine als Ausrichter

Die Weisendorfer Kirchweih wird auch heuer wieder von den Vereinen unter Federführung des Marktes Weisendorf ausgerichtet. In mehrere Sitzungen befasste sich der Arbeitskreis mit dem Ablauf, und Bastian Selig, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Weisendorf, legte dem Markt Gemeinderat ein Sicherheitskonzept vor, das zusammen mit der Firma "Two Eyes Security" erstellt wurde. Die Bewachung soll von der Firma R&H Sicherheit durchgeführt werden.

Mit der Vorlage zeigte sich das Gremium im Grunde einverstanden, nur gegen die Vorgehensweise beim Alkoholausschank gab es erhebliche Bedenken. Auf Wunsch der Ortsburschen sollte erlaubt werden, dass alkoholische Getränke aus der Bar ins Zelt oder ins Freie mitgenommen werden dürfen. "Da bin ich strikt dagegen, dann brauchen wir in der Bar auch keine Alkoholkontrollen", erklärte Angelika Tritthart (CSU), und auch Manuela Kreiner-Kolb (beide CSU) kündigte an, dem nicht zuzustimmen. Dass dabei sowieso getrickst werde, ist einem Großteil des Gremiums bekannt, aber legalisiert sollte es nach Meinung der Räte trotzdem nicht werden. Einstimmig wurde dem Sicherheitskonzept zugestimmt, mit der Änderung, dass alkoholische Getränke nicht aus der Bar mitgenommen werden dürfen.

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