Höchstadt a. d. Aisch
Bauausschuss

Höchstadt wehrt sich erfolgreich gegen Erotik-Shop

Nach der Ablehnung des Vorhabens durch das Landratsamt soll in der ehemaligen Disco in Höchstadt eine Spielhalle wieder aufleben.
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Der Eingang zur ehemaligen Disco ist schon länger geschlossen. Ein Erotik-Shop wird nicht einziehen, dafür soll die Spielhalle aus dem Untergeschoss nach oben verlegt werden.  Foto: Andreas Dorsch
Der Eingang zur ehemaligen Disco ist schon länger geschlossen. Ein Erotik-Shop wird nicht einziehen, dafür soll die Spielhalle aus dem Untergeschoss nach oben verlegt werden. Foto: Andreas Dorsch

Die Pläne, in der ehemaligen Disco am Kieferndorfer Weg einen Erotik-Shop zu eröffnen, sind vom Tisch. Dafür räumte der Bauausschuss des Höchstadter Stadtrats am Montagabend dem Eigentümer des Bauwerks ein, die bestehende Spielhalle und das Bistro aus dem Untergeschoss ins Erdgeschoss zu verlegen.

Bereits in der September-Sitzung hatte der Bauausschuss die Voranfrage des Gebäudeeigentümers, einem Aschaffenburger Projektentwickler und Investor für Sonderimmobilien, abgelehnt, aus der Disco einen Erotik-Shop zu machen, in dem auch erotische Filme gezeigt und "Tanzveranstaltungen jeglicher Art" abgehalten werden sollten.

Die ablehnende Haltung der Stadt habe das Landratsamt inzwischen bestätigt, sagte Bürgermeister Gerald Brehm (JL) in der Sitzung am Montagabend. Gegen die jetzt geplante Verlegung der Spielhalle hatten die Ausschussmitglieder nichts einzuwenden. Im Beschluss festgehalten wurde aber auch, dass die Anzahl der Spielgeräte auch in Zukunft nicht erhöht werden darf.

Seine Zustimmung in Aussicht gestellt hat der Bauausschuss zur Bauvoranfrage, das Gebäude Kieferndorfer Weg 19 von einem Gewerbe- in ein Wohngebäude umzuwandeln. Einst als orthopädisches Ärztehaus genehmigt, soll das Objekt für eine Übergangszeit von vier Jahren noch für den Import und Vertrieb von Elektrorollern gewerblich genutzt werden. Dann soll es ein reines Wohngebäude werden.

Hobbyflieger darf weiter starten

Ein Höchstadter Hobbyflieger nutzt inzwischen schon seit vier Jahren eine Wiese oberhalb von Nackendorf an der Autobahn für gelegentliche Starts und Landungen mit einem Motorsegler. Dafür hat er eine befristete Erlaubnis von der Regierung von Mittelfranken. Nachdem der Betreiber jetzt eine Verlängerung dieser Erlaubnis um weitere vier Jahre beantragt hat, wird dazu auch die Stadt Höchstadt gehört. Ohne Diskussion stimmte der Bauausschuss zu, zumal die Stadt ohnehin vor hat, das betreffende Grundstück im Flächennutzungsplan als "Segelfluggelände" auszuweisen.

Funkloch wird geschlossen

Keine Einwände hat der Bauausschuss gegen die Pläne der Deutschen Telekom AG, im Grenzgebiet zwischen der Stadt Höchstadt und der Gemeinde Pommersfelden eine neue Mobilfunkstation zu errichten. Wie die Telekom mitteilt, habe eine computergestützte Netzplanung ergeben, dass an einem Standort nördlich des Höchstadter Ortsteils Bösenbechhofen an der B 505 eine solche Basisstation errichtet werden müsste, um das Funkloch in dieser Umgebung zu schließen. An der angebotenen Standortsuche für den Mobilfunkmast will sich die Stadt jedoch nicht beteiligen, da sie in dem Bereich keine Grundstücke besitzt.

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