Obermembach
Gottesdienst

Katholiken aus Aurach- und Seebachgrund vereint

Kirchengemeinden aus Herzogenaurach, Niederndorf, Weisendorf und Hannberg bilden den neuen Seelsorgebereich Aurach-Seebachgrund.
Artikel drucken Artikel einbetten
Pfarrer Helmut Hetzel bat um Gottes Segen für den neuen Seelsorgebereich.     Foto: Manfred Welker
Pfarrer Helmut Hetzel bat um Gottes Segen für den neuen Seelsorgebereich. Foto: Manfred Welker
+1 Bild

Mit einem gemeinsamen Gottesdienst in Obermembach beschritt der katholische Seelsorgebereich Aurach-Seebachgrund seinen gemeinsamen Weg in der Zukunft. Aufgrund der neuen Strukturen im Erzbistum Bamberg war es zum Zusammenschluss der Pfarreien St. Josef in Niederndorf, St. Josef in Weisendorf, St. Maria Magdalena in Herzogenaurach mit der Filialgemeinde St. Marien in Haundorf, der Pfarrei Geburt Mariens in Hannberg mit der Filialgemeinde St. Michael in Großenseebach und der Pfarrei St. Otto in Herzogenaurach gekommen.

Den Gottesdienst zelebrierte Stadtpfarrer Helmut Hetzel als leitender Pfarrer des Seelsorgebereichs daher mit den Geistlichen aus dem Seelsorgebereich, Pfarrer Johannes Saffer, Kaplan Tobias Fehn, Kaplan Pater Moison Michael und Pater Claus Bayer, unterstützt von Pastoralreferent Thomas Matzick, Gemeindereferent Bernhard Keller und Schwester Claudia Fischer. Es assistierten drei Dutzend Ministranten aus dem gesamten Seelsorgebereich.

Der gemeinsame Gottesdienst sollte "Unser Miteinander unter den Segen Gottes stellen", erklärte Hetzel in seiner Begrüßung, der auch die evangelischen Gläubigen mit einschloss. Das Evangelium nach Markus, in dem mit fünf Broten und zwei Fischen 5000 Menschen gespeist wurden, beinhaltet den Kernsatz "In Mahlgemeinschaft im Gras lagern". Mit den Worten "Wir haben es geschafft, der Seelsorgebereich ist installiert" begann Hetzel die Predigt, die er gemeinsam mit Matzick hielt.

"Wir hungern nach Lebenssinn und Freude", war das Ergebnis der Betrachtung der Pfarreien vor dem nun verfolgten Zusammenschluss, so der Stadtpfarrer. Auch Jesus sah im Evangeliumstext die Menschen, die nach dem Sinn des Lebens suchten. Menschen suchen nach Halt und fragen sich, wie es mit der Kirche weitergeht. Jesus gab den Menschen eine Botschaft mit, nach der wir als Christen von der Hoffnung weitergeben dürfen, die uns trägt.

Im Evangelium wollten die Apostel die Menschen gegen Abend wegschicken, um Essen zu kaufen, mit der Bitte an Jesus: "Schick sie weg, sie sollen sich selbst versorgen." Jesus sagte jedoch zu ihnen: "Gebt ihr ihnen zu essen!" Auf unsere heutige Zeit angewandt, bedeute es, die Menschen nicht woandershin zu einem Gottesdienst zu schicken. Das heiße, in der eigenen Gemeinde nachzusehen, was es an Charismen gibt, nachzusehen, was Brot bedeutet.

Eine Reserve für "Durststrecken"

Mit der Textstelle "In Mahlgemeinschaften in grünem Gras lagern" mache Markus in seinem Evangelium deutlich, dass mit Jesus etwas Neues anfängt. Denn Mahlgemeinschaft bedeute: Da nimmt mich jemand ernst, ich kann Teilen und werde doch satt.

Zwar seien große Ereignisse wie an diesem Tag in Obermembach wichtig, um einander wahrzunehmen, aber in kleineren Gemeinschaften sei man eher geborgen. Das Brot, das nach der Speisung übrig bleibt, ist für die, die nicht dabei sein können, aber auch als Reserve für "Durststrecken" in der eigenen Gemeinde.

"Es gilt, weiter auszuteilen und den Blick über die eigene Gemeinde hinauszurichten", wünschte Hetzel. Es gelte, offen zu sein für Menschen, ihre Sorgen und Ängste ernst zu nehmen. Außerdem lebe eine Gemeinschaft davon, dass Menschen Ämter übernehmen. Besonders in überschaubaren Gruppen werde der Glaube erfahrbar. Mit den Worten "Wir haben Zukunft, weil der Glaube, das Brot da ist", beendete Hetzel die Predigt.

Um dieser Idee von Mahlgemeinschaften nahe zu kommen, wurde die Eucharistie in zehn Gruppen gespendet, in jeder Gruppe wurde gemeinsam und zeitgleich kommuniziert. Damit sollte das Ideal aus dem Evangelium in unsere Zeit übertragen werden. Für die musikalische Umrahmung zeichneten "Spirit of Life" aus Niederndorf und "CKC" (Claus-Keller-Chor) aus Weisendorf verantwortlich. Wer wollte, konnte nach dem Gottesdienst bei dem schönen Wetter auch in Obermembach verweilen und sich mit den Gläubigen der anderen Gemeinden austauschen.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren