Versetzung

Kaplan Binu sagt Adieu und Vikar Domink sagt Hallo

Die Höchstadter verabschieden sich in St. Georg von Kaplan Binu und begrüßen Pfarrvikar Dominik.
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Am Schluss hieß es vor der Stadtpfarrkirche Schlange stehen, um Lebewohl oder Willkommen zu sagen.Peter Schramm
Am Schluss hieß es vor der Stadtpfarrkirche Schlange stehen, um Lebewohl oder Willkommen zu sagen.Peter Schramm
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Die Stadtpfarrkirche St. Georg füllte sich am Sonntagabend zur Verabschiedung des bisherigen Kaplans P. Binu James Puthenkunnel und zur Einführung des neuen Pfarrvikars Dominik Siga. Bürgermeister Gerald Brehm, Stadträte und Ehrenbürger sowie Vertreter von Vereinen und Gremien kamen zusammen mit vielen Pfarrangehörigen des gesamten Seelsorgebereiches ins Gotteshaus.

Die Ministrantenschar von St. Georg zeigte sich von ihrer besten Seite, und Reinhard Döring spielte an der Orgel passend zum Anlass frohe und nachdenkliche Weisen.

Obwohl der bisherige Kaplan aus Indien nur zwei Jahre in Höchstadt wirkte, eroberte er die Herzen der Pfarreiangehörigen. Die sehr emotionale Atmosphäre belegte das unzweideutig. In seiner Ansprache stellte Dekan Kilian Kemmer seinem scheidenden wie seinem zukünftigen Mitarbeiter das Vorbild der Gottesmutter Maria vor Augen. "Diese Frau ließ sich von Gott ansprechen, konnte dem Wort Gottes zuhören und gab eine klare Antwort: Ja." Kemmer dankte Pater Binu, dass er seine Heimat Indien verließ, um einer Kirche in Deutschland zu helfen, die selten damit rechne, dass Gott noch etwas sage; in deren Mitte das Wort Gottes überhört werde und in der vielfach ein eindeutiges "Ja" ausbleibe.

Pater Binu hielt nicht nur Gottesdienste in Höchstadt, Sterpersdorf, Gremsdorf und Ühlfeld, sondern war auch im Kreiskrankenhaus St. Anna, im gleichnamigen Seniorenzentrum und bei Hausbesuchen zu Geburtstagsjubiläen wie zu Krankenbesuchen tätig. Mit herzlichen Dankesworten verabschiedete sich der beliebte Priester von der Gemeinde.

Sein Nachfolger Dominik Siga wurde vor vier Jahren zum Priester geweiht und absolvierte bereits zwei Kaplansstellen in Bayreuth und im Coburger Landkreis. Siga betonte, dass er nach seinem Abschluss im Volkswirtschaftsstudium und Auslandsaufenthalten in England und Brasilien gespürt habe, "dass man vor Jesus nicht weglaufen kann". Deshalb habe er sich entschlossen, Priester zu werden und dem Weglaufen vor Jesus durch die Menschen eine Alternative entgegenzusetzen.

Dominik Siga wird in der Grundschule- Süd und an der Anton-Wölker-Schule als Religionslehrer tätig sein; ansonsten wird er die Aufgabenbereiche von Pater Binu übernehmen.

Als Abschiedsgeschenk wünschte sich Pater Binu Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe in seiner Heimat Kerala in Südindien. Während seines Urlaubes im August musste Pater Binu mitansehen, wie "alles kaputtging durch die Regenmassen und an den Folgen des Unwetters 500 Menschen starben". Der Salesesianerorden, dem Pater Binu angehört, wird Aufbauarbeit vor Ort leisten. Für die Menschen in seiner Heimat, die alles verloren haben, bittet Pater Binu um Hilfe. Dafür richtete die Pfarrei ein Spendenkonto ein bei der Sparkasse: Katholische Kirchenstiftung St. Georg, Kennwort "Hilfe für Kerala", IBAN: DE 02 7635 0000 0430 00 8722.



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