Haundorf
Nachruf

Josef Polster ist im Alter von 65 Jahren gestorben

Der Bäckermeister und Extrembergsteiger war eine Institution und weit über die Grenzen von Herzogenaurach hinaus bekannt und beliebt.
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Bäckermeister und Extrembergsteiger Josef Polster.  Foto: privat
Bäckermeister und Extrembergsteiger Josef Polster. Foto: privat

Es ist eine traurige Nachricht: Der Bäckermeister und Extrembergsteiger Josef Polster ist am Wochenende im Alter von 65 Jahren verstorben. Der Sepp war nicht irgendwer, er war eine Institution, weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt und beliebt.

Seinen Beruf als Bäcker übte er mit ebensolcher Leidenschaft aus wie alles andere: Er war als Fußballspieler in der Bayernligamannschaft des 1. FC ebenso mit Leib und Seele dabei, wie als Bergsteiger und Alpinist, wenn es galt, die höchsten Berge im Himalaya, in Südamerika oder in den europäischen Hochgebirgen zu bezwingen. Im Jahr 2001 bestieg er den Gipfel des 8200 Meter hohen Cho Oyu im Himalaya-Massiv.

Kannte kein Aufgeben

Den Begriff "Aufgeben" gab es für ihn nicht: Was er unternahm, führte er stets bis zum erfolgreichen Ende durch. Im Jahr 1906 war die Bäckerei als "Bäckerei- und Spezereigeschäft" (Lebensmittelladen) gegründet worden. Im Jahr 1995 übernahm Sepp Polster den elterlichen Betrieb mit dem Ziel, die kleine Landbäckerei zu einem modernen Unternehmen auszubauen. Heute ist man stolz auf zwei Filialen in Herzogenaurach und das Stammhaus in Haundorf, dazu auf eine Vielzahl von Auszubildenden.

Josefs Devisen waren stets "der Mensch, die Mitarbeiter, stehen im Vordergrund" und die "Qualität unserer Waren darf nicht leiden". Als Vorbild für alle stand er immer an der Spitze seines Betriebs, hart gegen sich selbst, so wie als Abwehrspieler im Fußball oder beim Marathonlaufen.

Ausgebildete soziale Ader

Neben all dem hatte der Chef auch eine ausgebildete soziale Ader: Er war immer da, wenn es galt zu helfen, zu spenden oder Kinder durch die Bäckerei zu führen.

Seine Ehefrau Dagmar war ihm dabei stets eine wertvolle Stütze und immer eine ausgleichende und motivierende Chefin im Unternehmen. Die Söhne Volkmar und Christian mit Ehefrau Susann, die heute den Betrieb leiten, führen inzwischen das Polstersche Unternehmen im Sinne des Verstorbenen weiter.

Andenken bewahren

Die Fußballer des 1. FC, die Bergkameraden der AH-Abteilung, die FFW Haundorf, viele Haundorfer und Herzogenauracher trauern um ihren Sepp und werden wie seine Familie den frühen Tod nur schwer überwinden und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.



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