Herzogenaurach
Karneval

Jetzt sind die echten Narren an der Macht

Am magischen Datum 11.11. um 11 Uhr 11 geht in den närrischen Gefilden die fünfte Jahreszeit an.
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Jonas ließ sich den gefunden Schlüssel von Bürgermeisterin Renate Schroff nicht mehr entreißen.
Jonas ließ sich den gefunden Schlüssel von Bürgermeisterin Renate Schroff nicht mehr entreißen.
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Ein Geschrei ist das vor dem Rathaus. Gejohle, Blasmusikklänge und immer wieder begeisterter Applaus. Kurz nach elf Uhr war es mit der sonntäglichen Ruhe in der Herzogenauracher Innenstadt vorbei. Wer auf die Uhr schaute und das Datum im Kopf hatte, hatte die Lösung schell parat: 11. November, 11 Uhr 11 - das kann nur der Start des Karnevals sein.

Für die Erstürmung des Rathauses hatte der Karnevalsclub Herzogenaurach (KCH) alles aufgeboten, was er bieten konnte. Die Kindergarden, Tanzgruppen, der Elferrat und alle, die sich der närrischen Jahreszeit verbunden fühlten, waren auf den Beinen. Bürgermeisterin Renate Schroff hatte nicht annähernd eine Chance die närrische Meute aufzuhalten. Ihre beiden Mitstreiterinnen aus der Verwaltung gaben ebenso schnell auf und so übergab die Rathauschefin die Räume fast kampflos.

Im Ratssaal äußerte sie allerdings kein Bedauern über diesen Umstand, musste aber zum Bedauern aller verkünden: "Der Bürgermeister German Hacker ist in Frankreich und hat auch den Schlüssel mitgenommen!"

Auf der Suche nach dem Schlüssel

Ungläubige Gesichter und ein schmunzelnder KCH-Vorsitzender Gerd Engert. Sollte es das erste Mal sein, dass es zum Start der so wichtigen Session keinen Schlüssel gab? Ein gebackenes Zopfwerk stand zwar parat, aber das konnte kein adäquater Ersatz sein. Zumal, und das war den Narren auch klar, dieses Rathaus zum letzten Mal gestürmt wurde. Im nächsten Jahr muss wegen der Baumaßnahmen das Ersatzrathaus im alten Puma-Bau herhalten.

Doch Jungnarr Jonas ließ sich nicht narren. Unter dem gebackenen Schlüssel lag dann gut versteckt der eigentliche Schlüssel. Der Fund wurde mit einem dreifachen "Uhara! -Helau!" entsprechend gefeiert.

In seiner Ansprache wies Engert darauf hin, dass es hoffentlich auch eine finanzielle Unterstützung durch die Stadt gebe. "Hier wird so viel Geld unnötig ausgegeben, da haben wir Narren es eher verdient!" Und tatsächlich gab es für die kommenden 114 Tage tatsächlich eine Zuwendung. So lange dauert es nämlich bis zum Aschermittwoch am 6. März. Heuer eine sehr lange 5. Jahreszeit wie die Narren freudig erklärten.

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