Weisendorf
Einweihung

Jetzt auch in Weisendorf Baumbestattungen

Auf dem Weisendorfer Waldfriedhof gibt es zusätzliche Urnenstelen und erstmals die Möglichkeit zur Baumbestattung.
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Heinrich Süß bat Elisabeth Weichmann, Johannes Saffer und Wilfried Lechner-Schmidt um den kirchlichen Segen.   Foto: Richard Sänger
Heinrich Süß bat Elisabeth Weichmann, Johannes Saffer und Wilfried Lechner-Schmidt um den kirchlichen Segen. Foto: Richard Sänger

Auch in Weisendorf steigt die Nachfrage für eine letzte Ruhestätte im Grünen ohne großen Pflegeaufwand. Daher hat der Marktgemeinderat am 12. November des vergangenen Jahres beschlossen, eine Baumbestattungseinrichtung auf dem Waldfriedhof anzulegen und Urnenstelen aufzustellen. Mit einer ökumenischen Feierstunde wurde die neue Anlage mit Urnennischen in Form von Urnenstelen für die oberirdische pflegefreie Urnenbeisetzung und Baumbestattungsgräber für pflegefreie Urnenerdbestattungen ihrer Bestimmung übergeben und unter den Segen Gottes gestellt.

"Die neu geschaffene Anlage bietet unseren Bürgern eine würdige letzte Ruhestätte und stellt einen Raum der Ruhe und Besinnung für die Hinterbliebenen und Besucher dar", erklärte Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) bei der Feierstunde, zu der die evangelischen Geistlichen Elisabeth Weichmann aus Kairlindach und Wilfried Lechner-Schmidt aus Weisendorf sowie Johannes Saffer von der katholischen Kirche gekommen waren.

Erweiterung jederzeit möglich

In seiner Ansprache ging Bürgermeister Süß auf die letzte Ruhestätte ein. Friedhöfe seien seit Menschengedenken besondere Orte. Sie dienten dazu, Verstorbene würdig beizusetzen und die Erinnerung an die Toten wach zu halten. Sie seien von daher Orte des Gedenkens und der Sammlung wie auch Zeugnisse der Kulturgeschichte eines Volkes, einer Region oder wie hier eines Ortes. Jede Kommune habe das Bedürfnis, ihren Toten Respekt zu erweisen und den Hinterbliebenen einen Ort für ihre Trauer zu geben.

Bei der Anlage des Waldfriedhofs war die Erdbestattung noch die einzige Bestattungsform, die der Markt Weisendorf angeboten hat. Mit dem Wandel der Zeit habe sich die Nachfrage nach anderen Bestattungsformen stetig erweitert. So seien im Jahre 2005 erstmals Urnenwände mit Grabkammern auf dem Friedhof aufgestellt worden, um ein weiteres Angebot zu schaffen, erklärte Süß. Dies werde nun durch die Urnenstelen und die Baumbestattungsgräber ergänzt. Beides kann jederzeit flexibel erweitert werden und bietet somit die Möglichkeit auf zukünftige Anforderungen reagieren zu können.

Die Stelen aus Edelsplittbeton mit Granitzuschlag und Frontplatten mit Bayerwaldgranit bieten 20 Kammern für je drei Überurnen und 30 Kammern für je zwei Überurnen. Die Anbringung von Halterungen für Grablichter oder Vasen ist optional möglich. Für Baumbestattungen stehen 36 Plätze für je zwei Urnen zur Verfügung, die momentan noch mit Baumscheiben gekennzeichnet sind. Dazu wurden zwei Platanen und eine Sumpfeiche als zentrale Bäume gepflanzt.

"Die Ausführung der Umbaumaßnahme wurde vom Bauhof übernommen, der, wie Sie sehen können, hervorragende Arbeit geleistet hat und die Arbeiten professionell ausgeführt hat", lobte der Bürgermeister. Dadurch hätten sich die Kosten für die Neuanlage auch im Rahmen gehalten. Der Bürgermeister bezifferte die Gesamtkosten auf rund 42 000 Euro zuzüglich der Arbeitsstunden.

"Mit Abschluss dieser Maßnahme tragen wir den Ansprüchen und Wünschen der Bevölkerung Rechnung und bieten Raum für Trauer und Ruhe in neuen Formen", erklärte der Bürgermeister abschließend und bat um den kirchlichen Segen.

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