Greuth
Kirchweih

Jeder Zweite packt mit an

Die Mehrheit der Greuther ist Mitglied in der Dorfgemeinschaft. Die Organisation des Festes klappt denn auch wie am Schnürchen.
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Wolfgang Ackermann (Dritter von links) gab die Kommandos beim Baumaufstellen.Johanna Blum
Wolfgang Ackermann (Dritter von links) gab die Kommandos beim Baumaufstellen.Johanna Blum
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Immer am Wochenende nach Pfingsten, um den Dreifaltigkeitssonntag "Trinitatis", feiern die Greuther ihre Kerwa. Die Sonne meinte es wieder sehr gut und der östlichste Höchstadter Ortsteil kann so drei Tage unbeschwert Kerwa feiern. Wie üblich sticht hier die Kerwagemeinschaft das erste Bierfässla selbst an und nicht der Bürgermeister. Über die Hälfte der 186 Ortsbewohner gehört zur Kerwagemeinschaft - da muss ein Fest doch einfach gelingen!

Am Samstagnachmittag stand das Kerwasbaumaufstellen auf dem Programm. Von überall her strömten Menschen in roten und blauen Shirts herbei. Die in den roten Shirts hatten Musikinstrumente unterm Arm. Das waren die "Greuther Blos'n", die Blaskapelle - alles Bläser, die sich 2004 eigens für die Kerwa zusammentaten. Der geschmückte Baum wartete schon und langsam formierte sich ein richtiger kleiner Festzug.


Auch Herbert darf nicht fehlen

Voran marschierten zwei der jüngsten Mitglieder der Kerwagemeinschaft mit ihren Schildchen, dann die Blaskapelle und letztendlich der 21,47 Meter hohe Kerwasbaam - die Greuther messen ganz genau - begleitet von den jungen Burschen und gezogen von einem alten Fendt aus den 50er Jahren, am Steuer Markus Lunz. Ein Fässla Bier und natürlich auch Limo zur Stärkung aller "Schwerstarbeiter" wurde mitgezogen und Maskottchen Herbert, ein ausgestopfter Steinmarder, durfte auch nicht fehlen.

Mehr oder weniger deftige Kerwasliedla schmetternd und immer wieder den Durst löschend zog man ums Dorf herum und dann ins Zentrum. Nach der Rückkehr dauerte es nicht lange und der Baum, der aus dem Staatswald kommt, stand unter fachkundiger Leitung von Wolfgang Ackermann in der Senkrechten. Na ja, wenn viele Männer der Kerwagemeinschaft mit anpacken und die Musik den Baumaufstellern den richtigen Antrieb gibt, geht halt alles viel besser!

Mit Kaffee und Kuchen ging's weiter und am Abend brachten dann "Die Gseea Wepsn" fetzige Stimmung ins Festzelt und "DJ Röhre" regierte in der Bar.

Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst an der St. Josef-Kapelle, später sorgte die "Blaskapelle Zentbechhofen" beim Weißwurst-Frühschoppen für gute Laune. Am Nachmittag wurde es beim Kinderprogramm mit Schminken, Bügelperlen und Salzteig, alles unter Leitung von Marie Trenkmann, überhaupt nicht langweilig. Und Reinhold Eberlein steigerte mit seiner Unterhaltungsmusik die ohnehin schon gute Kerwastimmung.


So geht's heute weiter

Der heutige Montag läutet dann langsam das Kerwasende ein. Um 14 Uhr startet der Festbetrieb bei Kaffee und Kuchen und ab 17 Uhr verführen die beliebten Greuther Salzknöchla mit Kraut und Brot alle Gäste zum Genießen. Um 18 Uhr bringen die zwei Stimmungskracher aus der Rhön, das "Duo con brio" zum Ausklang noch einmal richtigen Schwung ins Festzelt.

Einen Teil des Festerlöses spendet die Kerwagemeinschaft stets für einen guten Zweck. Letztes Jahr floss das Geld für die Heizungserneuerung der Kirche.
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