Großenseebach
Lesung

Jan Beinßen schreibt Mordsgeschichten aus Franken und Frankreich

Krimiautor Jan Beinßen las in Großenseebach aus seinen Werken.
Artikel drucken Artikel einbetten
Jan Beinßen las aus zwei verschiedenen Werken.    Foto: Richard Sänger
Jan Beinßen las aus zwei verschiedenen Werken. Foto: Richard Sänger

Der Krimiautor und Kulturpreisträger der Stadt Herzogenaurach, Jan Beinßen, war in der Veranstaltungsreihe "Großenseebacher Herbst" mit einem fränkisch-französischen Krimiabend zu Gast. Die Leiterin der Gemeindebücherei, Renate Zankl, sowie ihre Kollegin Ortrud Günther freuten sich, nicht nur den Autor, sondern auch viele Krimi-Freunde begrüßen zu können, darunter mit Michael Schmidt-Richter einen der treuesten Fans, der alle Bücher von Jan Beinßen in seinem Bücherregal stehen hat.

Der Autor ist ein Mann mit vielen Gesichtern, "auch wenn nicht Jan Beinßen draufsteht, ist ein Beinßen drin", erklärte Renate Zankl bei der Begrüßung. Denn der aus Niedersachsen stammende Autor und jetzige Wahlfranke schreibt auch unter den Pseudonymen Jean Jacques Laurent und Jules Besson. In der Bücherei gab es mit dem "Kerwakiller" und "Die Toten von Carcassonne" eine Doppellesung. Jan Beinßen las nicht nur vor, sondern die Besucher durften auch erfahren, wie der Autor an seine Fälle kommt und welche Recherchen er dafür betreibt.

Eigene Erlebnisse

So war er beim "Kerwakiller" natürlich auf fränkischen Kirchweihen, konnte so die Atmosphäre beschreiben. Der Fall nahm seinen Anfang auf der Mögeldorfer Kirchweih. Während der Lesung erfuhren die Besucher auch, dass es in Nürnberg mehr als 40 Ortsteil-Kirchweihen gibt und er einige Passagen in seinem Krimi direkt übernehmen konnte, weil er sie bei seinem Kerwa-Besuch selbst miterlebte. Jan Beinßen kennt auch die Orte, in denen sich die "Kriminalfälle" ereignen und er beschreibt die Orte ebenso detailliert wie die Menschen. Er bietet auch immer wieder Führungen für seine Leser an die Orte des Geschehens an.

Nach der Pause, in der Jan Beinßen die Nähe zu den Besuchern suchte, schlüpfte er in die Rolle des pensionierten bayerischen Hauptkommissars Konrad Keller, der nach dem Tod seiner Frau Helga seinen Lebensmittelpunkt nach Frankreich verlegte. Mit seinem Hausboot gelangte er in das südfranzösische Carcassonne. Natürlich passierte dort ein Mord und Keller war sich sicher, dass die französischen Kollegen hinter dem Falschen her sind - also ein Fall für den ehemaligen Hauptkommissar.

Bei dem Mord in Carcassonne durften die Besucher teilhaben an den Beschreibungen der französischen Küche und der herrlichen Landschaft. Allerdings wird Konrad Keller von der Kommissarin Béatrice Bardot festgenommen und als Täter verdächtigt, weil sich Karim Abdelaziz nach einer Verfolgungsjagd ausgerechnet auf Kellers Hausboot flüchtete, aber behauptete, nicht der Mörder zu sein.

Nächstes Buch kommt bald

Nicht nur die Lesung allein machte den Abend spannend und unterhaltsam, sondern auch die Erzählungen zwischen den Kapiteln, und dies macht den Autor sympathisch und Lust auf die nächste Lesung oder eines der signierten Bücher. Der Autor kündigte mit "Die Bombe in der Weihnachtsgans" sein nächstes neues Werk an. Natürlich hat die Großenseebacher Gemeindebücherei mit mehr als 6000 Medien auch Jan Beinßen im Programm. Der nächste Krimiabend ist am Donnerstag, 17. Oktober, um 20 Uhr in den Weisendorfer Bürgerstuben.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren