Vestenbergsgreuth
Infrastruktur

In Vestenbergsgreuth soll ein neues Zentrum entstehen

Neben dem Vestenbergsgreuther Schulgebäude und der gerade im Bau befindlichen Veranstaltungshalle plant die Gemeinde einen "Marktplatz der Generationen".
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Die Veranstaltungshalle wird schon gebaut, dahinter ist unter anderem ein Festplatz geplant. Foto: Helena Frömel
Die Veranstaltungshalle wird schon gebaut, dahinter ist unter anderem ein Festplatz geplant. Foto: Helena Frömel
Es soll "ein Marktplatz der Generationen" werden. So wie er auch vom bayerischen Sozialministerium gedacht ist, um den demografischen Wandel mit besonderem Blick auf die älteren Menschen aktiv zu gestalten. Vestenbergsgreuth ist auf dem besten Weg, diese Vision umzusetzen. In der Gemeinderatssitzung am Montagabend wurde ein Konzept zur Gestaltung des Geländes nördlich von Schule, Mehrgenerationenhaus und Veranstaltungshalle einstimmig abgesegnet.

Zusammen mit Mehrgenerationenhaus und Halle soll ein echtes Zentrum - "ein Ensemble" - entstehen, das auch in Verbindung mit dem Schaukelweg zu sehen ist. Nach der Vorstellung von Bürgermeister Helmut Lottes (CSU/UB) soll es zu einem Treffpunkt werden. Alle Generationen sollen dort die Möglichkeit haben, sich zu betätigen. "Man soll sich den ganzen Tag - von frühmorgens bis zum Abend - da aufhalten können", so Lottes.

Die Planung hat die Gemeinde in die Hände des Burghaslacher Landschaftsarchitekten Frieder Müller-Maatsch gelegt. Müller-Maatsch habe alle Gespräche und Diskussionen um die Gestaltung begleitet. Das Konzept als Ergebnis aus den Beratungen stellte der Planer in der Sitzung vor.

Die Umsetzung ist nicht gerade billig, dafür aber vielversprechend. Möglich wird das Ganze nur, weil aus dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungsprogramm (Isek) hohe Zuschüsse erwartet werden. Um diese zu generieren, hat sich Vestenbergsgreuth mit den Nachbargemeinden Dachsbach, Gerhardshofen, Münchsteinach und Uehlfeld zusammengetan. Die Idee dabei ist, dass die zusammengeschlossenen Gemeinden sich die jeweiligen Einrichtungen gewissermaßen "teilen".

Die Kosten für den Mehrgenerationenplatz schätzt der Architekt auf rund 575 000 Euro. Da nicht alles gleichermaßen förderfähig ist, wird mit einem Zuschuss von 55 Prozent gerechnet. Hinzu kommen die Kosten für einen Festplatz sowie für den Umbau der Bushaltestelle. Insgesamt werden auf verschiedenen Ebenen rund 4000 Quadratmeter Gelände umgestaltet.


Wasserspielplatz für Kinder

Auf einem "grünen Marktplatz", dem früheren Pausenhof der Schule, sollen Möglichkeiten zur Betätigung wie auch zur Ruhe angeboten werden. Barrierefrei, unter Schatten spendenden Bäumen sollen Bewegungsgeräte zur Aktivität motivieren. Ein Wasserspielplatz könnte im Sommer insbesondere den Kindern Freude bereiten. Müller-Maatsch würde auch gerne mit Spiegeln arbeiten, die dem Platz eine neue Dimension verleihen könnten. Ein Pavillon mit Bänken könne zur Ruhe, aber auch zu Gesprächen einladen.

Der westlich davon platzierte Festplatz ist in einer Größe von zehn mal dreißig Metern geplant. Er soll eine wassergebundene Decke bekommen. Bedenken von Gerhard Heubeck (BB Frimmersdorf), dies könne bei großem Regen zu Problemen führen, konnte der Planer ausräumen.
Trotz vieler Überlegungen sei es jedoch nicht gelungen, die Straße Am Sportplatz gänzlich in den Platzbereich einzubeziehen, erklärte Bürgermeister Lottes. Friedrich Großkopf (WG Oberer Weisachgrund) hatte darauf hingewiesen, dass man der Straße zum Sportgelände "weniger Bedeutung geben" müsste, da sie eine Trennungslinie zum Kindergartenbereich darstelle. Wie Lottes ausführte, wird daran gedacht, die Straße mit Barrieren auszustatten, damit sie nur noch mit Schrittgeschwindigkeit befahren werden kann.

Nach einstimmigem Beschluss soll das Konzept nun weiter ausgeführt und der Regierung zur Förderung vorgelegt werden.
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