Lonnerstadt
Gemeinderat

In Lonnerstadt platzt die Kita aus allen Nähten

In Lonnerstadt ist der Bedarf an Betreuungsplätzen weitaus größer als das derzeitige Angebot. Die Gemeinde sucht eine Lösung.
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In der Kindertagesstätte ist Platz für drei Gruppen, drei weitere werden aber benötigt. Foto: Christian Bauriedel
In der Kindertagesstätte ist Platz für drei Gruppen, drei weitere werden aber benötigt. Foto: Christian Bauriedel
Nur wenn alles "sportlich läuft" könnte nach den Worten von Lonnerstadts Bürgermeister Stefan Himpel (FW) die Erweiterung der Kita bis September 2019 klappen. Im Augenblick scheint dieses Ziel jedoch eher unwahrscheinlich. Auch wenn die Kita, deren Träger die evangelische Kirche ist, für den vorhandenen Bedarf nicht ausreicht und aus allen Nähten platzt.
Nach der Bedarfsermittlung benötigt die Marktgemeinde Lonnerstadt drei Regelgruppen für Kinder von drei bis sechs Jahren, das sind 75 Plätze. Aber zugleich auch drei Krippengruppen, also 36 Plätze für Kinder bis zu drei Jahren. Tatsächlich können in der Einrichtung aktuell jedoch nur insgesamt drei Gruppen, davon zwei Regelgruppen und eine Krippengruppe, betreut werden.
Für den "Hausherrn", die evangelische Kirche, ist guter Rat teuer. Im wahrsten Sinn des Wortes. Denn bei einer Erweiterung der Einrichtung, ganz gleich wie diese aussehen würde, wäre sie als Träger finanziell stark gefordert.
"Wir packen das an", sagt Bürgermeister Stefan Himpel. Schließlich sei die Kinderbetreuung "originär eine Aufgabe der Gemeinde". Die zuständige Sachbearbeiterin im Landratsamt wisse, "dass wir an der Sache dran sind", so Himpel. Deshalb ist sie nach den Worten des Bürgermeisters auch "sehr tolerant", wenn es um die Betriebserlaubnis für die ausgelastete Kita gehe.
Noch sei nicht entschieden, wie die Erweiterung - Anbau oder Neubau - aussehen werde, so Himpel. Verschiedene Varianten werden derzeit geprüft. So auch die "Zweihäusigkeit", bei der Gruppen in der Schule untergebracht werden müssten. Wie es scheint, ist diese Möglichkeit von den Fachleuten als erste gestrichen worden. Eines ist nach Himpels Worten jedoch bereits klar: Auch wenn auf dem Grund der Kirche gebaut werde, werde die Gemeinde als "Bauherr" zeichnen. Ganz einfach deshalb, weil die Fördermöglichkeiten der Gemeinde wesentlich besser sind als bei einem kirchlichen Träger.


Entscheidung fällt im Mai

Die Entscheidung wird nach den Worten des Bürgermeisters voraussichtlich in der Mai-Sitzung des Gemeinderats fallen. In der Sitzung am Montag beschlossen die Räte lediglich, dass sich die Gemeinde mit 50 Prozent an den Personalkosten für eine zusätzliche pädagogische Kraft mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 20 Stunden beteiligt. Dies war die Voraussetzung, um die erweiterte Betriebserlaubnis für die aktuell 53 Regelkinder zu erhalten.
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