Etzelskirchen
Genuss

Schokolade zum Entspannen? Fränkische Kosmetikerin bietet Schoko-Massagen

Schokolade ist zum Essen da? Ja, aber sie kann noch viel mehr. Eine Schokoladenmassage in Etzelskirchen verspricht Entspannung und eine gepflegte Haut.
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Kosmetikerin Andrea Noppenberger testet vorsichtig die Temperatur der Schokolade, die sie für die Massage erhitzen muss.  Fotos: Mirjam Stumpf
Kosmetikerin Andrea Noppenberger testet vorsichtig die Temperatur der Schokolade, die sie für die Massage erhitzen muss. Fotos: Mirjam Stumpf
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Alpenmilch, Rum-Traube-Nuss, Zartbitter - beim Gedanken an diese Köstlichkeiten läuft einem geradezu das Wasser im Mund zusammen! Die Schokolade gilt bekannthin als der Inbegriff des essbaren Genusses. Bei einer Schokoladenmassage geht es allerdings nicht darum, dass einem die dunkle Süßigkeit auf der Zunge zergeht, sondern deren Inhaltsstoffe eine Wohltat für Haut und Gemüt sein sollen.

Kosmetikerin Andrea Noppenberger bietet in ihrem Studio "Zeitlos Schön" in Etzelskirchen solche Massagen an. Kunden können bei ihr zudem verschiedenen Wellnessmassagen wie die Hot-Stone-Massage buchen. Ebenso gehören Maniküre, Pediküre und ayurvedische Körperreinigungen zu ihrem Angebot.

Auf die Massage der anderen Art sei sie durch Zufall gestoßen und habe sich anschließend damit befasst. Für sie ergibt die Verbindung von Glück und der Süßigkeit Sinn. "Wenn man einen Genussmoment will, greift man ja auch gern zu einem Stück Schokolade oder zu Nutella."

Wie die Schokoladenmassage wirken soll

In einem der Regale des Raumes, versteckt zwischen Fläschchen und Tuben, steht ein kleiner Schokoladenhase. Der ist allerdings nur zum Essen. Denn die Schokolade, die für die Massage verwendet wird, ist weniger zum Verzehr geeignet. Damit sie sich sanft und geschmeidig auf der Haut verteilen lässt, enthält sie keinen Zucker, erklärt Andrea Noppenberger. Vielmehr geht es um die enthaltene Kakaobutter. "Die wirkt antioxidativ", sagt die Kosmetikerin über die gesundheitsfördernde Wirkung. Zudem soll ein enthaltener Stoff namens Theobromin stimmungsaufhellend sein.

Damit die Schokolade überhaupt flüssig wird, erwärmt Andrea Noppenberger einen Teil der Masse in einer Glasflasche im Wasserbad. Die Haut bereitet sie dann zuerst mit einem speziellen Massagehandschuh und einer kleinen Rolle auf die folgende Behandlung vor. Anschließend überprüft die Kosmetikerin vorsichtig die Temperatur der nun warmen Schokolade in der eigenen Hand, ehe sie beginnt, sie auf Rücken und Oberarme aufzutragen.

Die dunkle Masse ist wohlig warm und lässt sich mühelos von ihr verreiben. Ein Geruch nach warmer Schokolade verbreitet sich sofort - oder ist das eher die Erwartung, ähnlich wie bei einem Schoko-Fondue? Die Konsistenz komme der von Massageöl gleich. Überdies sei in der Schokolade nährende Sheabutter enthalten. Sie soll die Haut geschmeidig machen und pflegen, erklärt Noppenberger.

Ein kurzer Genussmoment

Für die Entspannung muss es nicht immer die klassische Knetkur sein. Wer die Suche nach Wellness in und um Höchstadt herum im Netz startet, findet ausgefallene Angebote: Aroma-, Klangschalen- oder Kräuterstempel-Massagen sind möglich.

Inzwischen ist eine gute halbe Stunde vergangen, der Studioraum riecht noch nach der warmen Masse und der Genussmoment neigt sich dem Ende zu. Weil sie zuckerfrei ist, lässt sich die Schokolade leicht mit Wasser wieder abwaschen. Anschließend trägt die Kosmetikerin noch ein erfrischendes Gel mit Aloe Vera auf die bearbeitete Haut auf. "Das wirkt kühlend und soll den Stoffwechsel anregen", sagt sie. Die Schokolade nach oder während der Entspannungskur zu essen, ist nicht vorgesehen.

Dass die Massage und der intensive Duft den Appetit für das ein oder andere Stück anregt, lässt sich aber nicht ausschließen.

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