Höchstadt a. d. Aisch
Abriss

In Etzelskirchen entstehen 34 Wohnungen

Das Ortsbild von Etzelskirchen wird sich verändern. Der Höchstadter Bauausschuss gibt grünes Licht für Verdichtung.
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An Stelle des  ehemaligen Gasthauses in Etzelskirchen entstehen diese drei Mehrfamilienhäuser.  Illustration: FCF Wohnbau-GmbH
An Stelle des ehemaligen Gasthauses in Etzelskirchen entstehen diese drei Mehrfamilienhäuser. Illustration: FCF Wohnbau-GmbH
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Der Immobilienmarkt boomt auch in Höchstadt. Die Nachfrage ist da und auch auf der Angebotsseite tut sich was, wie in der jüngsten Bauausschusssitzung am Montagabend deutlich wurde. Gleich zwei größeren Mehrfamilienhaus-Projekten stimmte der Ausschuss zu.

Verdichtung ist das Schlagwort, das ganz im Sinne der Stadt liegt. Sollen doch nicht nur neue Baugebiete an den Rändern ausgewiesen, sondern vor allem auch freie Flächen im Stadtgebiet für den Bau von Wohnungen genutzt werden.

Ein solches Objekt entsteht in Etzelskirchen. Nachdem die Bauvoranfrage vom Landratsamt bereits abgesegnet war, gab der Bauausschuss des Stadtrats jetzt ebenfalls grünes Licht für den Bauantrag. In der Pfarrer-Eckert-Straße verschwindet damit auch ein jahrelanger Schandfleck. Für den Bau von insgesamt 34 Wohnungen werden ein schon länger nicht mehr genutztes Gasthaus und eine seit Jahrzehnten dahinter stehende Rohbau-Ruine weichen.

"In den nächsten zwei Monaten wird der Altbestand abgerissen", kündigt Holger Weirowski auf Anfrage des FT an. Er ist Geschäftsführer der Höchstadter Firma FCF Wohnbau-GmbH, die als Bauherr fungiert. Man habe zwar überlegt, ob der alte Baubestand integriert werden kann, sei davon aber wieder abgekommen.

Geplant sind drei Gebäudekörper, wobei der vordere alleine steht, die hinteren beiden zusammengebaut sind. Mit drei Geschossen und Flachdach wird der Komplex niedriger als das alte Gasthaus. Die Größe der geplanten Wohnungen reicht von 40 bis 120 Quadratmeter, manche erstrecken sich auch über zwei Ebenen. Laut Weirowski sollen die Wohnungen "weitgehend barrierefrei" und mit Aufzügen erreichbar werden. Für die Preise der Eigentumswohnungen gibt es auch schon einen Rahmen. Er soll zwischen 3100 bis 3200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegen.

Nach dem Abriss der alten Baukörper wird gegen Ende des Jahres im hinteren Teil des Areals die erste Bodenplatte betoniert, Ende 2020 bis spätestens Mitte 2021 könnten dann die ersten Wohnungen bezogen werden.

Insgesamt müssen auf dem Grundstück auch rund 50 Auto-Stellplätze untergebracht werden. Um die Versiegelung in Grenzen zu halten, werde man Lösungen finden, sagt Weirowski. Rasengittersteine favorisiert er dabei nicht, weil die Stolperfallen für Gehbehinderte sein können.

Den Einsatz von Rasengittersteinen macht der Bauausschuss aber einem anderen Investor zur Auflage, der auf einem freien Grundstück in der Ina-Straße ein Vier- und ein Fünffamilienhaus bauen will. Ihm wurde Zustimmung signalisiert, wenn er das Grundstück auf Straßenniveau abträgt, den Betrieb an der dortigen Bushaltestelle nicht beeinträchtigt und er möglichst eine Zisterne einbaut. Die beiden Häuser sehen die Räte dann als "Totalverdichtung".

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