Adelsdorf
Regionalität

Imkerin startet Wochenmarkt in Adelsdorf

Mit Produkten rund um den Honig sowie mit anderen Anbietern will Simone Kirchner den Adelsdorfer Marktplatz beleben. Am Donnerstag beginnt ein Testlauf.
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Die Bienenstöcke von Simone Kirchner und ihrem Lebensgefährten sind transportabel. Durch unterschiedliche Standorte gibt es auch verschiedene Honigsorten.   Foto: privat
Die Bienenstöcke von Simone Kirchner und ihrem Lebensgefährten sind transportabel. Durch unterschiedliche Standorte gibt es auch verschiedene Honigsorten. Foto: privat
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Als die Hobby-Imkerin Simone Kirchner aus Aisch auf der Facebookseite "Du kommst aus Adelsdorf und Aisch wenn ..." nachfragte, warum es auf dem schönen Adelsdorfer Marktplatz keinen Regional- oder Wochenmarkt gebe, rief dies enorm viele Reaktionen hervor.

Simone Kirchner bereist seit etwa einem Jahr die Märkte in der Region und vertreibt ihren Honig - mit großem Erfolg. Da die Kunden auf immer mehr Qualität Wert legen, wäre dies doch ein Grund, in Adelsdorf auf einem Wochenmarkt regionale, qualitativ hochwertige Erzeugnisse aus erster Hand anzubieten, meinte sie.

Die Resonanz auf ihre Facebookanfrage war so groß, dass sich sogar Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) einschaltete und Hilfe anbot. Ganz so leicht war es für Simone Kirchner jedoch nicht, mit anderen Anbietern, die sie ja von den Märkten her kennt, einen gemeinsamen Markttermin zu finden. Nun hat aber alles geklappt und ab Donnerstag, 5. Juli, gibt es einmal wöchentlich auf dem Marktplatz Blumen und Pflanzen aus Hemhofen, Obst und Gemüse aus Herzogenaurach und Süßes von Simone Kirchners Honigmanufaktur (Adelsdorf/Veitsbronn).

Vorerst ist es ein Probelauf, und ab 5. Juli bieten die Händler von 16 bis 20 Uhr immer donnerstags vier Wochen lang ihre Waren an. Ab August sind Ferien, und wenn alles gut ankommt, wird der Markt Mitte September im zweiwöchigen Rhythmus fortgesetzt. Weitere Anbieter, die mitmachen wollen, können sich bei Simone Kirchner per E-Mail an honigmanufaktur@freenet.de anmelden.


Mit den Bienenstöcken unterwegs

Wie kam nun Simone Kirchner auf die Bienen? "Zu den Bienen bin ich über den Bruder meines Lebensgefährten Thomas Hellmuth gekommen. Dieser ist seit Jahren Berufsimker und er hat uns sozusagen mit seiner Leidenschaft angesteckt", verrät sie strahlend.

Weil den beiden ein geeignetes Grundstück, auf dem die Bienen das ganze Jahr über versorgt wären, fehlt, haben sie sich der Wanderimkerei verschrieben, dass heißt, je nachdem, wo eine erfolgversprechende Tracht zu erwarten ist, fahren sie mit den kompletten Bienenstöcken an die verschiedensten Orte.

Durch die Wanderei haben sie im Moment rund 20 verschiedene Honigsorten im Sortiment. Diese dürfen am Stand natürlich immer probiert werden. Das Sortiment beinhaltet aber auch andere Imkereiprodukte wie Kerzen, Met, Weine, Essige, Cremes oder Seifen. Stets achten die beiden auch darauf, dass die Bienen nicht durch Pestizide oder andere Umweltgifte zu Schaden kommen und somit einen sauberen und gesunden Honig eintragen können.


Aufklärung inklusive

Nach der ersten Ernte stellte sich bei der Hobby-Imkerin bald die Frage nach der Art der Vermarktung. "Ich bin Händlerin aus Leidenschaft. Außerdem wurde mir mehr und mehr bewusst, wie wichtig heutzutage die Aufklärung des Verbrauchers ist", betont sie. Das fange schon beim Erklären des Unterschieds zwischen Wespen und Bienen an und gehe über die Art und Weise der Arbeit der Honigbiene bis hin zum Genuss der verschiedenen Honigsorten. "Die Pflege der Bienenvölker übernimmt mein Lebensgefährte weitestgehend alleine. Zur Wanderzeit und zur Verarbeitung sind wir aber ein perfekt eingespieltes Team."


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