Herzogenaurach
Imkerei

Imker haben Premiere mit Honigschleuder

Die neue Honigschleuder war in Obermembach und Bruck erstmals in diesem Jahr im Einsatz.
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Die Imker beobachteten die Arbeit an der Honigschleuder. Fotos: privat
Die Imker beobachteten die Arbeit an der Honigschleuder. Fotos: privat
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Der Herzogenauracher Imker Klaus Becker kann allen Freunden der Imkerei Neuigkeiten vermelden. Die neue Honigschleuder und das Entdecklungsgeschirr kamen nun erstmals zum Einsatz. Das geschah sowohl in Bruck als auch in Obermembach. Becker: "Wir konnten an beiden Stellen den ersten Honig im Jahr 2019 schleudern. "

Danach wurde der Honig, soweit das möglich war, an die aktiven Probeimker und ihre Paten verteilt, beichtet er weiter. Die Ernte von allen Völkern in Bruck sei mit 30 Kilogramm Honig zwar recht mager ausgefallen, in Obermembach war es aber besser. "Wir kamen nicht dazu, den Honig zu wiegen, aber wir sind zufrieden, dass die Bestäubungsleistung der Bienen recht gut war", fasst Becker zusammen.

Dennoch findet er auch kritische Worte. Die geringe Honigernte vom Lehrbienenhaus für internationale Begegnungen in Bruck und vom Zeidlerhaus auf der Herzo Base in Herzogenaurach ist aus seiner Sicht die Folge der vielen kalten Nächte und Tage im Frühjahr.

Die Bienen hatten schon einiges an Nektar in die Bienenstöcke eingetragen. Die Königinnen hatten viele Eier gelegt und die Bienen mussten stark heizen, um die Temperatur im Brutbereich über 35 Grad Celsius zu halten. Dabei sei der im Frühjahr gesammelte Honig aufgebraucht worden.

Auch auf Klimaveränderungen geht der Herzogenauracher Imker ein. Denn früher blühten die Rapsfelder erst nach den Eisheiligen. Inzwischen habe sich durch die Zucht des Rapssamens und auch durch das wärmere Klima einiges zum Nachteil der Bienenvölker geändert, berichtet er. Und: "Der Raps war bis zu den Eisheiligen fast schon überall verblüht und die Anzahl der Jungbienen im Volk noch zu gering, um große Ernten einzutragen."

Der Imkertag steht bevor

So hatte man im Frühjahr viele Bienenschwärme und wenig Honig.

Becker weist noch auf den Kreisimkertag in Herzogenaurach auf der Herzo Base am Zeidlerhaus hin, der am Montag, 22. Juli, von 13.30 bis 15 Uhr stattfindet. Er hat folgendes Programm:

13.30 Uhr Der Beamte Konrad begrüßt mit seinen Bienmeistern und Gesellen die Gäste sowie Stefan Müller, Mitglied des Bundestages. Grußworte schließen sich an.

14 Uhr Der Beamte Konrad berichtet aus der Geschichte, Von Kaiser Heinrich II anno 1002 und den den Zeidelweiden an der Aurach, von seiner Urkunde anno 1348, als Uraha in Herzogenaurach umbenannt wurde, und den Arbeiten der Zeidler zu dieser Zeit im Purckholz, imTanholz und in Prikheinenpuhel, als er als Stadtschreiber lebte.

14.15 Uhr Der Kreisvorsitzende Klaus Becker berichtet über seine Erfahrungen als Imker seit mehr als 40 Jahren. Er spricht über die Ernennung der beiden neuen Bienenweiden nahe dem Zeidlerhaus auf der Herzo Base und in Erlangen Bruck, wo das Lehrbienenhaus für internationale Begegnungen zu finden ist. Und über die Planungen für die Zukunft, um die Blütenbestäubung durch die Honigbienen zu sichern.

Anmeldungen Der Eintritt ist frei, auch Gäste sind herzlich willkommen. Um Anmeldung der Personenzahlen bis zum 20. Juli an klaus.becker@herzomedia.net wird gebeten.

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