Herzogenaurach
Jubiläum

Im Vertrauen auf die Hand Gottes

Herzogenaurachs Stadtpfarrer Helmut Hetzel wurde vor 25 Jahren zum Prieser geweiht - Anlass für eine Dankgottesdienst in der Stadtpfarrkirche.
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Alban Spägele überreicht Helmut Hetzel das Präsent. Manfred Welker
Alban Spägele überreicht Helmut Hetzel das Präsent. Manfred Welker
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Mit einem Dankgottesdienst beging Stadtpfarrer Helmut Hetzel in Herzogenaurach sein silbernes Priesterjubiläum in der Stadtpfarrkirche. Eingeladen waren alle Gemeindemitglieder und Herzogenauracher, die ihn kennen und schätzen gelernt haben.

Mit 22 Ministranten aus den Pfarreien des Herzogenauracher Seelsorgebereichs zog Hetzel in die Stadtpfarrkirche ein. Unterstützt wurde er bei der Feier des Gottesdiensts von Kaplan Tobias Fehn, Pfarrvikar Pater Ashok Antony Mathew MSFS und Jean Désiré Sawadogo.

Für die musikalische Umrahmung sorgten unter dem Dirigat von Toni Rotter die Chorformationen der Pfarrei. Besonders wirkungsvoll zeigten sich die Chöre beim Wechselgesang mit den Gläubigen.

Die Stadtpfarrkirche war bis auf den letzten Platz besetzt, nach Herzogenaurach war auch die Familie von Pfarrer Hetzel gekommen. "Ich bin dankbar und freue mich, hier bei Ihnen sein zu können!", so begrüßte Hetzel die Anwesenden. Auf Fränkisch heiße es, man solle die "Feste feiern, wie sie fallen", weshalb er mit diesem Gottesdienst Danke sagen wolle. Von seinen 25 Jahren als Priester habe er mehr als die Hälfte in Herzogenaurach verbracht.

Eine andere Art der Pastoral

In seiner Predigt sprach Hetzel die Tatsache an, dass sich während seiner Zeit in Herzogenaurach vieles verändert habe, so sei die Stadt gewachsen. Leider sei die Kirche nicht mehr so gut angesehen. Es gebe weniger Personal, was eine ganz andere Art der Pastoral bedinge.

"Kann so eine Pastoral noch möglich sein?", fragte der Jubilar. Bei seiner Priesterweihe vor 25 Jahren hatte er sich vorgestellt, vor allem für die Pastoral da zu sein. Als er 2006 nach Herzogenaurach kam, bestand der Seelsorgebereich auf dem Papier, inzwischen habe er sich gut entwickelt. Hetzel bezeichnete sich selbst als "Macher", dem es oft nicht schnell genug gehe und der auch Rückschläge hinnehmen musste.

Bezugnehmend auf das Evangelium, in dem eine Hand Petrus wieder nach oben zog, als dieser in einem Fischerboot unterzugehen drohte, berichtete Hetzel, auch er habe solche Notsituationen erlebt Er habe aber immer eine Hand erleben dürfen, die ihn wieder hochzog, es waren Menschen aus der Familie, der Pfarrei oder Freunde, die ihm halfen. Er plädierte dafür, die Zuversicht nicht aufzugeben, nach vorne zu schauen und Veränderungen als eine starke Gemeinschaft anzupacken. Mit den Worten: "Wir sind stark, weil immer wieder die Hand Gottes kommt", beendete Hetzel seine Predigt.

Die Glückwünsche für die Pfarreien des Seelsorgebereichs überbrachten die Vorsitzenden sowie die Kirchenpfleger. Als Präsent erhielt Hetzel Zusatzausstattungen für sein Fahrrad, mit dem er Rundreisen unternehmen könne, aber immer wieder zurückkehren solle.

Um die Kirche waren Zelte aufgebaut, in denen die Gläubigen nach dem Gottesdienst noch verweilen konnten, für Essen und Trinken war reichlich gesorgt. Viele nutzen die Gelegenheit, ihre Glückwünsche persönlich beim Jubilar anzubringen.

Der Werdegang des Jubilars

Helmut Hetzel ist Jahrgang 1966 und wuchs in Halbersdorf in der Gemeinde Schönbrunn bei Burgebrach auf. Seine Schulausbildung und Ausbildung zum Seelsorger erfuhr er in Bamberg, wo er am 25. Juni 1994 zum Priester geweiht wurde. Nach der Seelsorgeaushilfe in Bubenreuth war er Kaplan in der Pfarrei Herz Jesu in Nürnberg und Stadtjugendseelsorger. Danach wurde Hetzel zum Diözesanjugendseelsorger und Jugendreferenten des Erzbistums Bamberg berufen.

Über diese Ämter hinaus war er Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung "Jugendhaus Burg Feuerstein der Erzdiözese Bamberg" und als Rektor der Kirche Verklärung Christi auf Burg Feuerstein der Vorgänger des ehemaligen Herzogenauracher Kaplans Stefan Alexander. Zum 1. September des Jahres 2000 wurde Hetzel zum Domvikar und Ordinariatsrat berufen.

Am Gründonnerstag des Jahres 2006 hatte die Pfarrei St. Maria Magdalena in Herzogenaurach ein Brief aus dem Erzbischöflichen Ordinariat in Bamberg mit der Mitteilung erreicht, dass am 1. September der damalige Domvikar Helmut Hetzel die Pfarrstelle in Herzogenaurach antreten werde.

Bei ersten Gesprächen gab Hetzel zu erkennen, daß er sich gerne und bewusst auf die Stelle in Herzogenaurach beworben habe. An dieser Stadt habe ihn sowohl die "katholisch kompakte" Pfarrei als auch die "kleinste Weltstadt" gereizt.

Inzwischen steht Hetzel allen drei Pfarreien sowie der Filialkirchenstiftung in Haundorf vor und wird ab 1. September 2019 auch leitender Pfarrer im erweiterten Seelsorgebereich mit den Pfarreien Hannberg und Weisendorf sein. Seit dem 1. Mai 2010 ist er auch Rector Ecclesie der Liebfrauenhauskirche.

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