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"Ich bin auch ein Puma"

Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller setzt auf neue Geschäftsbereiche und hatte jetzt Boxer zu Gast.
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Der Puma: Agit KabayelYannick Hupfer
Der Puma: Agit KabayelYannick Hupfer
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Jay Z, Adriana Lima, Selena Gomez. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie kooperieren mit dem Herzogenauracher Sportartikelhersteller Puma. Denn längst ist die Marke mit der Raubkatze nicht mehr nur Sport-, sondern auch Lifestyleausrüster. Immer mehr versucht Puma, neue Geschäftsbereiche zu erschließen. So auch das Boxen. Am Montagvormittag fand sich die kubanische Box-Nationalmannschaft im Headquarter im Puma-Way ein, um gemeinsam mit den beiden Europameistern Agit Kabayel und Nina Meinke zu trainieren - natürlich im hauseigenen Fitnessstudio.

Puma rüstet die Sportler aus - auch wenn Boxschuhe sonst nicht im Laden erhältlich sind. Für die kubanische Nationalmannschaft hat man Sonderanfertigungen produziert. Sie kamen am Montag aus dem Trainingscamp in Berlin, denn Mitte September steht die Weltmeisterschaft an. "Das ist die direkte WM-Vorbereitung", erklärt Dario Tippmann von Puma, bereits seit 2016 Ausrüster der Kubaner. Unter ihnen war am Montag auch Boxer Julio César La Cruz, der 2016 Gold bei den Olympischen Sommerspielen errungen hatte.

"Große Entwicklung"

Boxerin Nina Meinke war zum ersten Mal in Herzogenaurach, verrät sie. In der Firmenzentrale von Puma hat es ihr aber sichtlich gefallen: "Wenn ich nicht Sportlerin wäre, würde ich mich hier bewerben." Ihrem Kollegen Agit Kabayel gefällt vor allem das Fitnessstudio. Seit rund zwei Jahren stattet ihn Puma aus. "Ich sehe bei Puma eine große Entwicklung", sagt der Boxer aus dem Ruhrpott. So finde er es gut, dass die Firma aus Herzogenaurach nun auch Boxer sponsert.

Boxen, sagt Kabayel, werde immer beliebter und sei deswegen eine wichtige Sparte: "Der Boxsport ist ein kompletter Ausgleich fürs Leben." Aktuell habe man starke Boxer in Deutschland, doch die würden zu wenig mediale Aufmerksamkeit bekommen. "Diesen Sport müsste man in Deutschland mehr pushen", sagt er. Das monatelange Training vor einem Kampf, das sei für ihn dabei der eigentliche Sport. Jeden Tag diesen einen Abend im Blick zu haben. Und wenn der große Kampf dann endlich da ist, dann, so sagt der Europameister, habe das nicht mehr viel mit Sport zu tun, es sei Kampf: "Das sind zwei Gladiatoren, die aufeinandertreffen."

Beiden Sportlern gefallen vor allem die großen Namen, die Puma für Kampagnen an Land zog. Durch die Stars habe man viele individuelle Styles - und natürlich auch ein bisschen Glamour, sagt Nina Meinke. Und auf die Frage, warum Agit Kabayel Puma trage, antwortet er nur zwinkernd: "Ich bin auch ein Puma, deswegen."