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Herzogenaurach
Stadtrat

Hubmann-Areal noch kein Thema

Die CSU fiel mit dem Wunsch nach einer Zukunftswerkstatt für die Innenstadt und den Hubmann-Parkplatz durch. Bürgermeister Hacker (SPD) verwies auf einen gültigen Beschluss und die Ergebnisse des Isek-Prozesses.
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Das Hubmann-Areal ist zurzeit Bestandteil der Großbaustelle Rathaus.  Foto: Michael Busch
Das Hubmann-Areal ist zurzeit Bestandteil der Großbaustelle Rathaus. Foto: Michael Busch

Jetzt, da das neue Rathaus gebaut wird und die Baustelle noch ein paar Jahre dauert, ist es an der Zeit, schon die Weichen zu stellen für andere Vorhaben in unmittelbarer Nähe. Das meint die CSU und stellte diesbezüglich einen Antrag an den Stadtrat. Konkret gemeint war der Wunsch, doch schon jetzt über die Zukunft des Hubmann-Areals nachzudenken.

Dessen Bebauung liegt ja auf Eis, seit der Rathausneubau läuft. Erst danach, so beschloss es der Stadtrat, soll über ein mögliches Bürgerzentrum und den Neubau der Bücherei erneut gesprochen werden. Für die CSU ist das zu spät. Denn sobald das neue Rathaus bezogen wird, werde der Platz im Schloss zu knapp. Und dann wäre es wichtig, wenn man schon nähere Erkenntnisse über das weitere Vorgehen auch auf benachbarten Grundstücken hätte.

Nach dem Bürgerbegehren

Deshalb beantragte die CSU, schon jetzt eine Zukunftswerkstatt für das Hubmannareal und die Innenstadt generell in die Wege zu leiten. Denn für Verwaltung und Bücherei zusammen sei im Schloss schlicht zu wenig Platz. Also brauche man eine zusätzliche Lösung. Diese müsse gemeinsam mit den Bürgern erarbeitet werden. Gerade weil eben die Bürger eine massive Bebauung des Areals schon abgelehnt hätten.

Bürgermeister German Hacker (CSU) bremste diese Idee aus. Das alles sei im Zuge des Isek-Prozesses schon niedergeschrieben, sagte er in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend. Da sei klar geregelt, dass die Diskussion über das Bürgerzentrum erneut aufgegriffen werden soll. Mehr brauche man jetzt nicht zu tun, es gebe keinerlei Notwendigkeit, die beschlossene Vorgehensweise nun zweieinhalb Jahre vorzuziehen. Es sei inhaltlich richtig, es dann zu machen, wenn man die Rahmenbedingungen kenne.

Bei der CSU stieß diese Reaktion auf Unverständnis. "Mir ist schon klar, dass das für manche zur Unzeit kommt", sagte Kurt Zollhöfer (CSU). Aber genau jetzt sei es an der Zeit für eine Weichenstellung.

Marketingkampagne abgelehnt

Durchsetzen konnte sich die CSU damit allerdings nicht. Die zwölf Befürworter des Antrags (neunmal CSU, zwei Freie Wähler und die FDP) sahen sich 15 Stimmen von SPD und Grünen gegenüber.

Ebenso abgelehnt wurde der Antrag, einen Sondertopf (35 000 Euro) für Stadtmarketing-Maßnahmen einzustellen. Der solle als Ausgleich zur Großbaustelle Rathaus in die Belebung der Innenstadt fließen. Auch da war der Bürgermeister anderer Ansicht. Der Antrag sei nicht erforderlich, sagte er, denn die Stadt unternehme bereits eine Menge in dieser Hinsicht. Laut Hacker soll ein Runder Tisch gebildet werden, dessen Arbeit dann wirksam ab 2021 finanziell umgesetzt werden soll.

Deshalb schlug er vor, dass die CSU auf ihren Antrag verzichten möge. Was diese nicht tat. Also wurde auch dieser Antrag mit zwölf gegen 15 Stimmen abgelehnt. Franz-Josef Lang hatte für die CSU den Antrag begründet, als derjenige, der die Innenstadt im Gremium wohl am längsten kennt. Konrad Körner sagte, die Stadt sei der Verursacher der Baustelle und sollte sich deshalb für eine solche Kampagne keine Zeit lassen. Britta Dassler (FDP) meinte, dass all die Maßnahmen der Stadt doch ein weiteres Paket nicht ausschlössen: "Das eine nimmt doch dem anderen nichts weg."