Freundschaft

Höchstadts Partnerschaft mit Krasnogorsk lebt

Auch für das Jahr 2018 ist wieder eine Reihe von Begegnungen zwischen Höchstadt und seiner russischen Partnerstadt geplant.
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Zum Krasnogorsker Stadtfest im September 2017 begrüßte der neue Verwaltungschef Radij Chabirov (rechts) die Delegation aus Höchstadt, von links: Bernd Lohneiß, Sibylle Menzel, Hedi Wedel und Gerald Brehm. Foto: pr
Zum Krasnogorsker Stadtfest im September 2017 begrüßte der neue Verwaltungschef Radij Chabirov (rechts) die Delegation aus Höchstadt, von links: Bernd Lohneiß, Sibylle Menzel, Hedi Wedel und Gerald Brehm. Foto: pr
Der Moskauer Vorort Krasnogorsk ist zwar diejenige der drei Höchstadter Partnerstädte, die am weitesten entfernt liegt, dafür sind die Beziehungen umso enger. 2017 wurden sie wieder einmal intensiv gepflegt und so soll es auch im kommenden Jahr weiter gehen.

Ein Motor der Beziehungen nach Russland in die Stadt mit weit über 100 000 Einwohnern ist Sibylle Menzel, Vorsitzende des Freundeskreises Höchstadt-Krasnogorsk. Die Höchstadterin freut sich besonders, dass es jetzt auch in der Partnerstadt durch die Gründung eines Deutschen Clubs "vereinsähnliche Strukturen" gibt, die die Beziehungen fördern könnten.


Schulen knüpften erste Bande

Die ersten Kontakte zwischen Höchstadt und Krasnogorsk liefen über die Vestenbergsgreuther Firma Martin Bauer, die in Krasnogorsk ein Werk unterhält. Der Wunsch des Gymnasiums Opalicha, mit dem Gymnasium in Höchstadt Beziehungen aufzunehmen, fiel an der Aisch auf fruchtbaren Boden.

Die Höchstadter Gymnasiallehrer Klaus Strienz und Hans Hagen starteten 1996 zu einer Erkundungsreise nach Krasnogorsk, um die dortige Schule kennenzulernen. Menschliche Erfahrungen, das Erleben der russischen Gesellschaft im ökonomischen und politischen Umbruch und geschichtliche Aspekte waren drei Hauptargumente, die zur Schulpatenschaft führten.
Noch 1996 reiste die erste Schülergruppe aus Höchstadt nach Krasnogorsk. Seitdem findet jedes Jahr ein reger Schüleraustausch zwischen den beiden Schulen statt.

Auch auf kommunalpolitischer Ebene kam man sich näher und so war eine logische Folge der vertieften Beziehungen die Besiegelung einer Städtepartnerschaft im Höchstadter Jubiläumsjahr 2003. Im Rahmen der 1000-Jahr-Feierlichkeiten wurden im Schlosshof die Urkunden unterzeichnet.
Mit der Städtepartnerschaft gründete sich der Freundeskreis Höchstadt-Krasnogorsk. Durch Reisen, Jugendaustausch, Vorträge und andere Aktivitäten befeuert der Kreis die Partnerschaft und möchte auch Verständnis für die Sprache und Kultur Russlands wecken. Besonders aktiv ist dabei neben Vorsitzender Sibylle Menzel der Martin-Bauer-Geschäftsführer Adolf Wedel mit Ehefrau Hedi.

Wie Freundeskreis-Vorsitzende Menzel berichtet, ist im kommenden Jahr 2018 neben dem obligatorischen Schüleraustausch auch wieder ein Austausch von Praktikanten geplant. Erstmals nach Krasnogorsk eingeladen ist der Schachclub Höchstadt. Eine Jugend- und eine Erwachsenen-Mannschaft sollen im September fünf Tage die Partnerstadt erkunden und sich auch mit den Gastgebern am Schachbrett messen.

Die nächste Bürgerreise nach Krasnogorsk hat Menzel von 2018 auf 2019 verschoben. Dann sei sie in Rente und habe mehr Zeit für die Organisation. Zu einem längeren Aufenthalt in Höchstadt erwartet wird im kommenden Jahr auch eine Management-Trainerin, die in Krasnogorsk Deutschlehrer aus- und weiterbildet.


Chabirov vor großen Aufgaben

Von Bürgermeister Brehm persönlich nach Höchstadt eingeladen wurde der neue Krasnogorsker Verwaltungschef Radij Chabirov. Wie Klaus Strienz recherchierte, entspricht der Aufgabenbereich des russischen Bundesbeamten mit juristischer Ausbildung ungefähr dem eines bayerischen Landrats.

Chabirov sieht sich vor großen Aufgaben. Er strafft die Verwaltung, will das Müllproblem in den Griff bekommen und Krasnogorsk zu einer Stadt entwickeln, in der sich die Menschen wohl fühlen.


Weihnachts- und Neujahrsgrüße aus Krasnogorsk

Der neue Leiter der Stadtregion Krasnogorsk, Radij Chabirov, hat Bürgermeister Gerald Brehm (JL) und den Höchstadter Bürgern Weihnachts- und Neujahrsgrüße geschickt. Hier Auszüge aus der in Englisch geschriebenen E-Mail von Radij Chabirov, die Klaus Strienz ins Deutsche übersetzt hat:

"...Während der Weihnachtszeit ist es eine von vielen Annehmlichkeiten, herzliche Grüße an diejenigen zu senden, deren Freundschaft wir so sehr schätzen. Weihnachten vereint die Menschen in ihrem Willen, gute Taten zu tun, in Frieden und Harmonie zu leben.
Die Städtepartnerschaft gibt es seit dem Jahr 2003. Der jüngste Besuch der offiziellen deutschen Delegation in Krasnogorsk hat die Freundschaftsbande zwischen unseren Städten bestärkt. Der Besuch war eine willkommene Weiterentwicklung der Kontakte und vergrößerte die Übereinstimmung unserer Ansichten in vielen Bereichen.
Ich hoffe, dass der für das Krasnogorsker Stadtfest 2018 geplante Besuch der deutschen Delegation die auf gegenseitigen Respekt und Verständnis basierende Kommunikation und Kooperation weiter bestärken und mithelfen wird, eine neue Antriebskraft für die weitere Entwicklung der Partnerschaft zwischen Höchstadt und Krasnogorsk zu sein..."


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