Höchstadt
Winterdienst

Höchstadter Schneepflug braucht jetzt Platz

Der Bauhofleiter appelliert an die Höchstadter Bevölkerung, bei angekündigten Schneefällen die Autos nicht dort zu parken, wo am nächsten Morgen geräumt werden soll.
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Ein städtischer Schneepflug im Einsatz. Foto: Andreas Dorsch
Ein städtischer Schneepflug im Einsatz. Foto: Andreas Dorsch
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Warum ist in unserem Baugebiet noch nicht geräumt? Warum hat der Schneepflug meine Einfahrt zugeschoben? Warum kann der Schneepflug-Fahrer nicht aufpassen und schüttet meinen frisch geräumten Gehsteig wieder halb zu?

Wer sich solche Fragen und Vorwürfe anhören muss, obwohl er schon um vier Uhr in der Früh aufgestanden ist und noch am Nachmittag seinen Lkw mit überbreitem Räumschild durch Höchstadts Baugebiete zirkelt, braucht schon starke Nerven.

Die 17 Männer vom Höchstadter Bauhof, die in der Nacht zum Dienstag um vier Uhr aus den Betten geholt wurden, haben sie. Gott sei Dank brauchen sie diese Nerven aber nicht immer.
"In der Regel freuen sich die Leute, wenn der Winterdienst anrückt", sagt Bauhofleiter Herbert Sucker, "aber es sind immer auch Ausnahmen dabei".

Für den Winterdienst im Stadtgebiet von Höchstadt ist es nicht möglich, den Schnee von allen Einfahrten fern zu halten. Irgendwo muss die weiße Pracht hin. Problematisch wird es in engen Wohnstraßen und Sackgassen. Dort kann der Schneepflug oft nicht einmal wenden.

Dazu kommen dann noch Anwohner, die ihre Autos parken und nicht bedenken, dass vielleicht am frühen Morgen der Schneepflug durch muss. Denen, die sich dann noch über nicht geräumte Straßen beschweren, empfehlen die Schneepflug-Fahrer, sich mal ans Steuer eines solchen Geräts zu setzen und damit durch die Straßen der Stadt zu fahren.

Bauhofleiter Sucker rät den Bürgern, speziell im Winter auf Wettervorhersagen zu hören und wenn Schnee oder Glätte angekündigt sind, die Straßen weitgehend frei zu halten.

Der städtische Winterdienst bemüht sich, seinen Räumplan so schnell wie möglich abzuarbeiten. Um Bundes-, Staats- und Kreisstraßen brauchen sich die Höchstadter Bediensteten nicht zu kümmern. Ihr Einsatzgebiet sind die Wohn- und Erschließungsstraßen in den Baugebieten und Ortsteilen der Stadt. Dazu kommen die Fuß- und Radwege, die von einem Minischlepper und zwei Fußtrupps geräumt werden.

Für den täglichen Einsatz gibt es eine Prioritätenliste. Auf der stehen ganz oben die Wege zum Krankenhaus und zur BRK-Rettungswache, verrät der Bauhofleiter. Es folgen der Busbahnhof Schwedenschanze und alle steileren Straßenabschnitte im Stadtgebiet. Erst danach wird in den ebenen Wohngebieten geräumt.

Als Streumittel wird in Höchstadt ausschließlich reines Salz eingesetzt. Bei Splitt und Sand wäre der Aufwand viel größer und die Nachteile würden überwiegen, meint der Bauhofleiter. So müsste Splitt wieder eingesammelt und speziell behandelt werden. Ein Teil würde zudem über die Kanalisation in die Kläranlage gespült und dort beispielsweise Schäden an den Schnecken anrichten.

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