Höchstadt a. d. Aisch
Feier

Höchstadter Pfarrer lassen es krachen

Zum Auftakt ihres Sommerfests holte sich die "Musiggfabrigg" geistlichen und weltlichen Beistand auf die Bühne.
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Kilian Kemmer (2. v. l.), Fritz Schäfer (3. v. l.) und Gerald Brehm gaben "Let me entertain you" zum Besten.    Foto: Yannick Hupfer
Kilian Kemmer (2. v. l.), Fritz Schäfer (3. v. l.) und Gerald Brehm gaben "Let me entertain you" zum Besten. Foto: Yannick Hupfer
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Normalerweise erklingen ihre Stimmen in den Kirchen Höchstadts. Der eine, Dekan Kilian Kemmer, ist katholisch. Der andere, Pfarrer Fritz Schäfer, ist evangelisch. Am Samstagabend sangen sie aber nicht etwa in St. Georg und in der Christuskirche, sondern gemeinsam auf der Bühne hinter der Fortuna Kulturfabrik. Das erste Sommerfest der "Musiggfabrigg" stand an - und die beiden ließen es sich nicht nehmen, zu Beginn des Abends selbst das Mikrofon in die Hand zu nehmen. Gemeinsam mit Bürgermeister Gerald Brehm (JL) stimmten sie die zahlreichen Gäste mit "Let me entertain you" auf das Fest ein.

Der neu gestaltete Platz hinter der Fortuna war so gut besucht, dass längst nicht alle Gäste einen Sitzplatz bekommen haben. "Ich bin sehr zufrieden, wie es läuft", erklärte Veranstalterin Karina Moi von der "Musiggfabrigg". Denn das Sommerfest war ein Projekt verschiedener Vereine.

Der Dartclub stellte Dartscheiben auf, der Kellerbergverein half beim Ausschank, der Obst- und Gartenbauverein verkaufte aus dem Heizhaus heraus selbstgebrannten Schnaps und Apfelsaft. Auch der Arbeitskreis Kultur und der ESC waren an dem Abend beteiligt. "Ich denke, das Wir-Gefühl wird in der Stadt und der Region dadurch gefördert", erklärte Bürgermeister Brehm.

Emotionaler Höhepunkt

Bereits ab elf Uhr vormittags waren die Verantwortlichen am Samstag beschäftigt, um alles aufzubauen. Zahlreiche Künstler standen auf der Bühne. Den Startschuss für einen emotionalen Abend gaben die "Young-stars", die Jugendformation der "Musiggfabrigg". Seinen emotionalen Höhepunkt fand der Abend, als es dämmerte, die Sonne hinter den Aischwiesen verschwand und sich der Himmel gelb-rot färbte. Veranstalterin und Sängerin Karina Moi schenkte dem Höchstadter Publikum "Ein Kompliment" - und das kam an. Der voll besetzte Platz sang mit ihr und die Ersten zogen ihr Feuerzeug aus der Hosentasche. "Ich weine gleich - ohne Scheiß", blieb da Moi nur noch zu sagen.

Eine Wiederholung des Festes im nächsten Jahr ist keineswegs ausgeschlossen, wie am Samstagabend "Musiggfabrigg"-Vorstand Markus Moises meinte: "So eine Veranstaltung wie heute würden wir hier natürlich gerne wieder machen."

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