Höchstadt a. d. Aisch
Patenschaften

Höchstadter Mittelschule hat Besuch aus dem Senegal

Mireille Gomis und Pascal Diouf erzählen an der Ritter-von-Spix-Schule aus ihrer Heimat Senegal.
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Mireille Gomis und Pascal Diouf sangen und trommelten mit den Schülern.     Foto: Johanna Blum
Mireille Gomis und Pascal Diouf sangen und trommelten mit den Schülern. Foto: Johanna Blum
Die Höchstadter Ritter-von-Spix-Schule unterhält seit vielen Jahren Patenschaften mit der Saint-Ursula-Schule im Senegal. Im Moment betreut sie zwei Patenkinder so lange, bis sie die Schule abgeschlossen haben. Neu dazu kommt nun noch ein Schulgartenprojekt, ein Selbstversorgergarten in Keur Moussa. Religionslehrerin Anna Buchhold betreut die senegalischen Patenschaften, war auch schon zwei Mal vor Ort und hält mit ihren Schulkindern den persönlichen Kontakt zu den jeweiligen Patenkindern.

Ein Besuch von zwei jungen Senegalesen an der Höchstadter Mittelschule bot jetzt zur Freude von Schulleiter Michael Ulbrich die Möglichkeit, diese Patenschaften präsent zu halten. Mit großem Interesse lauschten die Schüler aller fünften Klassen Mireille Gomis und Pascal Diouf, die aus ihrem Heimatland und von den Problemen dort berichteten. Am meisten Spaß bereitete es aber den Schülern, bei afrikanischen Liedern mitzusingen und mitzutrommeln.

Auf Einladung der Schule waren die beiden Afrikaner, nach Höchstadt gekommen. Seit August 2017 sind sie in Deutschland und absolvieren hier ein Jahr lang einen freiwilligen Dienst auf Burg Feuerstein. "Wir helfen in der Küche, im Empfang, bei Lehrgängen und mehr." Wenn sie eine Schule oder eine Kirchengemeinde einlädt, kommen sie gerne und erzählen aus ihrem Land. "Wir sind auch hier, um unser Deutsch zu verbessern", erklärt Pascal freundlich. Er ist Deutschlehrer in Keur Moussa im College Saint Gabriel und von 1300 Schülern lernen dort etwa 360 Schüler Deutsch bei ihm. Mireille Gomis studiert politische Wissenschaften und internationale Beziehungen in Dakar. Auch sie spricht schon sehr gut Deutsch.

In diesem Jahr ging der Erlös der gemeinsamen Solibrot-Aktion aller Höchstadter Schulen in den Senegal. Auf diese Weise halfen die Schüler, in dem armen Land den Hunger zu lindern und bessere Voraussetzungen für Bildung und Erziehung zu schaffen. Seit dem Schuljahr 2007/2008 unterstützt die Ritter-von-Spix-Schule Kinder im Senegal im Bistum Thies, der Bamberger Partnerdiözese. Von den zwölf Millionen Menschen im Senegal bekennen sich die meisten zum Islam. Im Bistum Thies leben 55 000 Katholiken, davon besuchen 15 000 Kinder die überwiegend katholischen Schulen.


Der Lerneffekt ist sichtbar

"Da unsere Schüler nur ein paar Jahre bei uns sind, ist es also keine leichte Aufgabe, langfristige Projekte über Jahre hinweg zu verfolgen. Aber bei uns, so mein Eindruck, klappt es schon gut", findet Michael Ulbrich. Als er im Jahr 2006 Schulleiter wurde, gab es schon Patenschaften für Colachel in Indien. Der Schulleiter ist der festen Überzeugung, dass diese Patenschaften nicht nur den Kindern in Indien oder im Senegal, sondern auch seinen Schülern helfen, denn sie würden teilweise besser miteinander umgehen.

Das Schulfest der Ritter-von-Spix-Schule am 26. Juli steht ebenfalls unter dem Motto "Senegal". Die Kinder befassen sich zurzeit mit Themen von Landwirtschaft bis Fußball und werden ihre Ergebnisse beim Fest präsentieren.
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