Höchstadt a. d. Aisch

Höchstadter Freibad geht in den Winterschlaf

Das Höchstadter Wellenfreibad ist bereit für den Winter: Mit Überwinterungsmittel und Eisdruckpolstern wurde es für die kalte Jahreszeit fit gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein und fast 20 Grad.
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Marco Pflügner gibt Überwinterungsmittel ins Becken.
Marco Pflügner gibt Überwinterungsmittel ins Becken.
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Das Thermometer steht auf fast 20 Grad. Die Sonne scheint ihm ins Gesicht. Auf den ersten Blick könnte man nicht meinen, dass Marco Pflügner gerade Überwinterungsmittel ins Becken gibt. Mit einem Schlauch steht der Fachangestellte für Badebetrieb geduldig am Beckenrand. Vor ein paar Wochen haben hier noch zig Badegäste ihre Runden gedreht. Jetzt herrscht gähnende Leere. Das Wellenfreibad wird für den Winter fit gemacht. "Das ist für uns Routine", sagt Pflügner.

Jeweils zwei 30 Kilo schwere Kanister voll Überwinterungsmittel haben die Becken bekommen. Das Mittel sorgt dafür, dass sich auf den Fließen und dem Edelstahl eine Schutzschicht bildet. Schmutz kann sich schwerer festsetzen und die drei Becken können im Frühjahr leichter gereinigt werden. "Wenn man reinlangt, ist das wie ein öliger Film", erklärt Hans-Peter Philipp, Betriebsleiter des Sportzentrums.


Frostschäden vorgebeugt

Eineinhalb Wochen hat es gedauert, bis das Freibad für den Winter gerüstet ist. Und das war nicht allein mit dem Überwinterungsmittel getan. In den gefließten Becken montierte Pflügner mit zwei weiteren Kollegen mehrere Eisdruckpolster. Sie werden von der Sonne erwärmt und verhindern, dass die komplette Fläche zufriert. "Ohne die Polster würde sich das Eis ausdehnen und die Fließenbecken würden platzen", sagt Philipp. Im heuer neu gebauten Edelstahlbecken sind sie dagegen nicht nötig: "Edelstahl ist ein guter Wärmeleiter."

Für die bevorstehenden Monate wurde das Wasser im Edelstahlbacken außerdem 30 Zentimeter abgelassen, in den Fließenbecken wurde es einen halben Meter erhöht. Philipp: "Sonst würden die Fließen herausschauen und vom Frost beschädigt werden."

Und wer genau hinschaut, entdeckt noch ein paar andere Vorsichtsmaßnahmen, um der kalten Jahreszeit den Kampf anzusagen: Die Überlauf-Roste rund um das Becken sind abgebaut und werden gereinigt, die Sprungbretter sind dick in Folie eingepackt. "Damit sie nicht unnötig der Witterung ausgesetzt sind", erklärt Philipp.

Mitte März geht's wieder los

Auch die Umwälzpumpen und die Filteranlagen der Wasseraufbereitungstechnik sind bereits gereinigt und außer Betrieb. Und das bleiben sie auch, bis das Freibad wieder öffnet - voraussichtlich am 1. Mai. Erst sechs Wochen vorher, Mitte März, werden die Becken wieder aus ihrem Winterschlaf gerissen, komplett entleert und mit einem Hochdruckreiniger auf Vordermann gebracht. Genauso wie die Duschen und Kabinen. Hoffentlich steht das Thermometer dann auch wieder auf 20 Grad. Mindestens.

74.000 Badegäste hatte das Freibad in Höchstadt in dieser Saison. Und das, obwohl es erst ab 30. Mai geöffnet hatte. Das waren 10.000 mehr als im Jahr davor.

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