Jungfernfahrt

Höchstadt: Ein Bus als Weihnachtskutsche

Ein Oldtimer-Fahrzeug der Firma Vogel verkehrt als Shuttle zwischen Aischpark-Center und Marktplatz.
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Selma Krautblatter (l.) und Elena Glab hatten sich die besten Plätze gesichert.    Foto: Britta Schnake
Selma Krautblatter (l.) und Elena Glab hatten sich die besten Plätze gesichert. Foto: Britta Schnake
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Außen beige-weinrot lackiert, die Türen innen mit Echtholz verschalt, die Doppelsitze bezogen mit echtem Leder in hell- und dunkelbraun ... So edel präsentierte sich das Weihnachts-Shuttle, welches seit Freitag bis einschließlich 15. Dezember stündlich ab 16 Uhr zwischen dem Aischpark-Center und dem Weihnachtsmarkt verkehrt. In mühevoller Kleinarbeit wurde der Bus der Marke Drögmöller, Baujahr 1963, im Laufe des letzen Jahres komplett restauriert, nachdem die Firma Vogel ihn bei der Übernahme der Firma Schacher aus Herzogenaurach 1995 erworben hatte.

Um die Jungfernfahrt gebührend zu feiern und die Bürger Höchstadts ein wenig auf Weihnachten einzustimmen, hatten Thomas Oppelt vom Stadtmarketing und Roswitha Cremer-Zipprath vom Tourismusbüro direkt an der Haltestelle am Aischpark-Center einen Pavillon aufgebaut und festlich mit Tannenzweigen dekoriert. Der erste Gast vor Ort war Wolfgang Galster von der "Aischpark-Apotheke", er blieb aber nicht lange allein. Schnell versorgte Roswitha Cremer-Zipprath ihre kleinen und großen Gäste mit Kinderpunsch, Glühwein und Plätzchen.

Geheime Wünsche

Der Höhepunkt war der Besuch des Höchstadter Christkinds Anja Stowasser, welches mit frisch eingedrehten Locken erschien und sich nach den Wünschen der Kinder erkundigte. Geheime Wünsche, die außer dem Christkind niemand kennen durfte.

Der kalte Wind und der einsetzende Regen sorgten dafür, dass alle Anwesenden unter dem Pavillon zusammen kamen, um Schutz zu suchen vor dem Unbill der Natur. Das Eintreffen des Busses beendete alsbald die Enge unter dem grünen Dach des Pavillons. Nach einer kurzen Ansprache von Bürgermeister Gerald Brehm (JL), in der er erklärte, dass bei solch einem Wetter wenigstens das Christkind Herzenswärme verströmen würde und er sich wünschte, dass das Angebot mit dem Shuttle gut angenommen wird, öffnete Werner Vogel die Tür des Shuttles und ließ die ersten Gäste des Tages einsteigen.

Elena Glab und Selma Krautblatter sicherten sich die Plätze direkt neben dem Fahrer, von wo aus man die beste Sicht überhaupt hatte. Über die große Bauerngasse und durch das fast zu enge Stadttor erreichte der Shuttle-Bus schließlich die Haltestelle am Marktplatz, wo er seine menschliche Fracht ins Freie entließ.

Da der Weihnachtsmarkt offiziell erst um 18 Uhr eröffnet wurde, nutzten einige der Fahrgäste die Möglichkeit, um 16.30 Uhr mit dem Shuttle zum Aischpark-Center zurückzukehren. Den Ausflug bereute aber wohl keiner; wann hat man schon mal die Möglichkeit, in einem echten Oldtimer mitfahren zu dürfen?



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