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Höchstadt: Aischpark-Center sorgt für Jobs

In etwas mehr als einem Monat eröffnet das Aischpark-Center und verschafft der ganzen Region neue Einkaufsmöglichkeiten. Aktuell suchen die Geschäfte noch nach Personal.
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Bald hängen hoch über dem Aischpark-Center die Werbetafeln der Fachgeschäfte, die teilweise noch nach Mitarbeitern suchen. Fotos: Andreas Dorsch
Bald hängen hoch über dem Aischpark-Center die Werbetafeln der Fachgeschäfte, die teilweise noch nach Mitarbeitern suchen. Fotos: Andreas Dorsch
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Wenn man in den einschlägigen Jobbörsen nach dem Arbeitsort Höchstadt an der Aisch sucht, sind derzeit etwas mehr Gesuche zu finden als sonst. Das hängt unmittelbar damit zusammen, dass der Countdown auf der Homepage des Aischpark-Centers immer weiter in Richtung Null läuft. Am 17. Oktober soll es eine kleine Eröffnungsfeier geben und tags darauf offiziell die Pforten öffnen. Bis dahin wollen alle Geschäfte ihre Stellen besetzt haben.

Michael Peterding, Projektentwickler bei der für das Center mit verantwortlichen Klappan GmbH, rechnet mit 300 bis 350 Arbeitsplätzen, die neu entstanden sind. Das meistgesuchte Berufsbild: Verkäufer. Vom Matratzenhandel bis zum Supermarkt - sie alle brauchen Menschen, die die Waren an die Kunden bringen. Die Einzelhandelskette Woolworth sucht über das Jobportal der Agentur für Arbeit aktuell beispielsweise je einen Verkäufer oder eine Verkäuferin in Vollzeit, Teilzeit und in geringfügiger Beschäftigung. Auch die beiden Schuhhändler Deichmann und K+K Schuh-Center hätten gerne noch eine weitere Verkaufskraft im Team.

Schwierige Suche

Allerdings gestaltet sich die Suche nach Arbeitskräften nicht immer ganz einfach. Zwar vermeldet Dehner, dass alle Stellen in der neuen Filiale besetzt seien und nur noch Aushilfskräfte gesucht würden, doch an anderer Stelle gibt es noch offene Posten.

Mit besonders vielen Annoncen ist derzeit Rewe vertreten. Den neuen Markt im Aischpark-Center wird Matthias Zwingel betreiben. Einige Filialen in der Region tragen schon seinen Namen, beispielsweise in Weisendorf. Das erleichtere die Neueröffnung in Höchstadt: "Wir haben natürlich den Vorteil, dass wir mit einem Grundstock von Mitarbeitern aus den anderen Märkten anfangen können." So manche routinierte Arbeitskraft habe sich für einen Wechsel an den Standort Höchstadt entschieden.

"Natürlich sind auch einige junge Leute in Führungspositionen dabei, die über sechs oder zehn Jahre an anderer Stelle ausgebildet worden sind", sagt Zwingel. Gerade im Servicebereich - wie an der Fleischtheke oder der Lotto-Annahmestelle - gestalte sich die Suche nach Angestellten aber kompliziert: "Es ist ein bisschen komisch. Wir haben vor kurzem einen Markt in Wilhermsdorf eröffnet, da war das überhaupt kein Problem. Da hatten wir freie Auswahl."

Die Problematik ist schon von mehreren neuen Mietern an Michael Peterding von der Klappan GmbH herangetragen worden: "Höchstadt ist da in der glücklichen Position, dass nicht viele Menschen Arbeit suchen." Tatsächlich lag die Arbeitslosenquote des gesamten Landkreises im August bei nur zwei Prozent.

Nicht einfacher ist es bei Fachkräften: Die Gehörschutzfirma Hörluchs sucht für ihre neue Filiale noch Fachkräfte im Akustik-Bereich. Ein Sprecher des Unternehmens teilte auf FT-Nachfrage mit: "Der Markt ist leer. Da trifft uns der Fachkräftemangel extrem." Das sei aber unabhängig vom Standort: "In Nürnberg ist das genauso."



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