Höchstadt a. d. Aisch
Wettbewerb

Hinhören, hinterfragen, argumentieren

Neuntklässler des Gymnasiums Höchstadts beteiligten sich an "Jugend debattiert". Tina Wozelka und Sarina Hilbig fahren zum Regionalentscheid.
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Die Jury bestand aus drei Schülern und den Deutschlehrerinnen Christine Ortwein und Tanja Wulff.Yannick Hupfer
Die Jury bestand aus drei Schülern und den Deutschlehrerinnen Christine Ortwein und Tanja Wulff.Yannick Hupfer
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Es sind Themen, die die Bevölkerung in Deutschland diskutieren lassen, die gesellschaftlich relevant sind, weil sie viele Menschen betreffen. Soll privates Silvesterfeuerwerk verboten werden? Soll es ein allgemeines Tempolimit auf deutschen Autobahnen geben? Und: Soll das Schulfach "Praktische Lebensführung" eingeführt werden? Über all diese Themen debattierten die Neuntklässler des Gymnasiums Höchstadt am Mittwochvormittag. Im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend debattiert" müssen sie in Zweierteams gegeneinander antreten. Zwei Schüler auf der Pro-, zwei auf der Contra-Seite.

Dabei seien Debatten für eine demokratische Gesellschaft äußerst relevant, wie Schulleiter Roland Deinzer zur Eröffnung der Finalrunde erklärte: "Ich kann eine Debatte nur dann führen, wenn ich darauf höre, was der andere sagt." Das bringe gegenseitigen Respekt mit sich. Im Schul-Finale überzeugte die Jury Tina Wozelka am meisten. Sie sei klar und überzeugend aufgetreten, so die Jury, habe die Argumente der Gegenseite hinterfragt und gut gestikuliert. Die Schülerin darf nun im Februar mit der Zweitplatzierten Sarina Hilbig nach Neustadt fahren, um das Gymnasium Höchstadt dort beim Regionalwettbewerb zu vertreten.

Tina Wozelka, 1. Platz:

"Das heute war das erste Mal, dass ich vor großem Publikum stand. Heute früh vor der ersten Debattenrunde war ich allerdings mehr aufgeregt, als jetzt kurz vor der Finalrunde. Bei den ersten beiden Themen hat man im Internet viele Statistiken und Fakten gefunden, die man gut einbauen konnte. Nicht so bei der letzten Debatte. Doch meine Klassenkameraden haben mich da unterstützt, jeder hat selbst recherchiert und wir haben dann alles im Unterricht zusammengetragen."

Sarina Hilbig, 2. Platz:

"In der Grundschule war ich bereits schon mal bei einem Regionalwettbewerb für Vorlesen dabei, insofern kannte ich es schon, vor etwas größerem Publikum zu stehen. Aufgeregt war ich heute natürlich trotzdem ein wenig. Die Schwierigkeit bei Jugend debattiert liegt darin, dass man spontan auf die Argumente des anderen eingehen muss. Vor allem das Schulfach-Thema war recht breit ausgelegt, da kam es viel auf die Interpretation an."

Jonas Meyer, 3. Platz:

"Ich nehme es relativ locker hin, ich bin gar nicht so aufgeregt. Es war aber schon heftig, dass man sich auf insgesamt sechs Seiten in neun Tagen vorbereiten musste, denn man musste ja zu allen Themen Pro- und Contra-Argumente haben. Aber der Wettbewerb ist auch eine gute Übung für die Schulaufgabe, die bald bevorsteht. Mein Ziel war das Finale, das habe ich erreicht, deshalb bin ich sehr zufrieden."

Janosch Hübschmann, 4. Platz:

"Ich bin wirklich aufgeregt, vor so vielen Leuten zu stehen. Das ist aber natürlich auch eine Ehre für mich, dass ich so weit gekommen bin. Zum Thema "Praktische Lebensführung als Schulfach" habe ich nicht so viel im Internet gefunden, wie für die anderen Debatten. Mir haben zwar schon viel gesagt, dass ich gut reden kann, das später einmal beruflich machen, das wäre aber trotzdem nichts für mich."

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