Herzogenaurach
Auszeichnung

Herzogenaurachs Heimatschatz

Der Wettbewerb "100 Heimatschätze" prämiert regionaltypische Objekte mit ihren Geschichten. Ein Preis geht nach Herzogenaurach ins Stadtmuseum.
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Die Fußballstiefel, die das Stadtmuseum hütet, stammen aus den 1920er Jahren. Foto: privat
Die Fußballstiefel, die das Stadtmuseum hütet, stammen aus den 1920er Jahren. Foto: privat
Die Bayerischen Staatsministerien der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat sowie für Wissenschaft und Kunst starteten zu Beginn des Jahres zusammen mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen und dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege den Wettbewerb "100 Heimatschätze". Bayernweit gibt es rund 1250 nichtstaatliche Museen, die zu diesem Wettbewerb aufgerufen waren. Nicht das "Glanzstück" eines Museums sollte dabei im Vordergrund stehen, sondern "ein Objekt mit einer spannenden, originellen Geschichte".

Das Herzogenauracher Stadtmuseum bekam nun Post aus München. In dem Schreiben gratulierten Albert Füracker, bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat sowie Marion Kiechle, bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, dem Stadtmuseum und der Stadt Herzogenaurach mit folgendem Satz: "Ihr Objekt ,Fußballstiefel‘ wurde von der Fachjury als ,Heimatschatz‘ ausgewählt", verbunden mit einer Einladung zum feierlichen Festakt in der Allerheiligen-Hofkirche der Residenz München. Das Herzogenauracher Stadtmuseum besitzt laut einer Pressemitteilung mit seinem Heimatschatz eine echte Rarität: ein Paar Fußballstiefel aus der Produktion der Sportschuhfabrik Gebrüder Dassler. Gefertigt in den zwanziger Jahren, als der sportbegeisterte Herzogenauracher Adolf "Adi" Dassler die Tradition der Schlappenschusterstadt aufnahm und sich in der häuslichen Waschküche an die Entwicklung des perfekten Sportschuhs machte.


Faszinierende Geschichte

Unterstützt wurde er wenig später durch seinen kaufmännisch erfahrener Bruder Rudolf Dassler, der in den Betrieb mit einstieg. Der Rest ist Geschichte, eine Geschichte, die bis heute weltweit fasziniert. Der im Stadtmuseum ausgestellte Fußballstiefel war eines der ersten Produkte der Gebrüder Dassler. Als "Zwiegenähte Damen- und Herrensportstiefel in Handarbeit hergestellt" wurden sie den geneigten Käufern im Jahr 1924 in einem Werbeblatt annonciert. An der Innenseite der Schuhe findet sich das erste Original-Logo der Firma.

Über die Prämierung entschied eine hochrangige Jury. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Die Museumsleiterin Irene Lederer freut sich sehr über diese Auszeichnung und nimmt den Preis heute in der Hofkirche der Residenz in München durch Staatsminister Füracker und Staatsministerin Kiechle in Empfang.
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